Freitag, 24. Juli 2020

Erasmussemester in Madrid

Welcome back,
So, nun zu meinem Semester in Madrid. Ich hatte ja glaube ich schon irgendwann mal erwähnt, dass ich auch schon vor Málaga einen Erasmusaufenthalt geplant hatte. Allerdings war da noch nicht sicher, ob ich nun nach Valencia, Sevilla oder Madrid ging. Nunja, es wurde Madrid, und ich bin auch nach wie vor sehr happy mit der Entscheidung. 


Meine Uni war die UAM - Universidad Autónoma de Madrid. Und ich muss sagen, im Vergleich zu anderen Unis in Madrid ist diese noch mit am besten organisiert. Ich durfte z.B. mein Learning Agreement schon vor Anreise einreichen und mir wurden dann Plätze in meinen Wunschkursen reserviert- das ist in wenigen Unis der Fall. In meinem Case hat das auch alles reeeeelativ reibungslos funktioniert und ich musste keine Kurse mehr wechseln, weshalb ich in dem Sinne keine Probleme mehr hatte. Aber! ich konnte mir leider nur einen Kurs anrechnen lassen. Warum? Weil meine Uni in Deutschland nur einen Vertrag mit der UAM für die Facultad de Ciencias (Faculty of Science) hat. Ich konnte mich damals entscheiden, ob ich mit Spanisch oder Geographie nach Spanien gehe, und ich bin über Geo gegangen, weil Spanisch kein Madrid angeboten hatte. Tja, leider ist in Spanien Geographie nicht in der naturwissenschaftlichen Fakultät, sondern in der Fakultät für Philologie- und das war das Problem. Ich musste mindestens 50% meiner Credits in der Fakultät erbringen, über die ich auch gekommen bin und wenn ich Kurse in anderen Fakultäten belegen wollte, ging das nur noch über Restplätze. Und die habe ich letztendlich nicht wahrnehmen können, weil sich dann bei mir alles überschnitten hätte. Naja, ich habe dann Kurse aus "Ciencias Ambientales" belegt, also Umweltwissenschaften- erstaunlicherweise doch sehr anders als Geographie :D
Naja, meine Fächer waren dann einmal so ein Seminar zur Organisation von naturgeschützten Räumen (war eigentlich recht interessant und der Prof hat uns Erasmusstudenten geliebt :D), ein Einführungsseminar zu Wirtschaft (da war ich echt lost - die Matheaufgaben waren da noch das einfachste, weil ich die einfach auswendig lernen konnte- aber sobald es transfer wurde, war es bei mir vorbei. Und die Theorie hab ich sowieso nicht gecheckt :D) und ein Seminar namens "Ecología Humana", also Humanökologie. Fragt mich nicht nach einer Definition dieses Seminars- ich kann es euch nicht sagen :D Der Prof davon war super weird und schwerhörig (hat aber dafür suuuuper leise gesprochen), aber das coole war, dass wir in dem Fach 3 Exkursionen hatten, eine zu einem Gas-und Benzinlager (die war ULTRA langweilig, wir haben uns eine 4-Stündige Präsi anhören dürfen und haben quasi nichts gesehen), eine zu einer Mülldeponie (hat gestunken aber war interessant) und eine 3-tägige Exkursion nach Soria. Die war einerseits ein bisschen verstörend, weil Soria das am wenigsten besiedelste und ausgestorbenste Gebiet Spaniens ist und die Leute dort irgendwie strange sind, aber andererseits wars auch irgendwie nice. Wir haben ALLE zusammen in einem Dachboden-Matratzenlager geschlafen und die Abende mit den Klassenkameraden in der Albergue waren schon witzig :D Generell war das eine coole Möglichkeit, die Kommilitonen besser kennen zu lernen. Und wir waren einmal in so heißen, natürlichen Quellen- das war auch geil :D

Ansonsten musste ich in der Uni erstaunlich viele Präsentationen in Gruppen halten, 3 Hausarbeiten schreiben (die super großzügig bewertet wurden, man muss dazu sagen, dass die Spanier echt keinen Plan vom korrekten Zitieren etc haben und wir Deutschen da definitiv Vorsprung hatten) und in Economía hatte ich mehrere Klausuren- die ich ziemlich verkackt habe :D Aber irgendwie hab ich es auch da geschafft, zu bestehen. Generell kann man seine Noten ziemlich gut mit Anwesenheit pushen:D die wird nämlich mit einberechnet. Und was Freunde finden an der Uni angeht- an sich waren meine Kommilitonen wirklich super nett und hilfsbereit und ich fand es null schwer, Anschluss zu finden, wenn man ein bisschen auf sie zugegangen ist. Deswegen- es stimmt definitiv NICHT, dass man als Erasmusstudent nur mit Erasmusleuten zutun haben kann, man muss nur offen an die Sache ran gehen!

So, genug zur Uni. Jetzt mal der Rest. Erstmal bin ich Mitte August nach Madrid geflogen und habe mir für 16 Tage ein Hostel reserviert, um eine Wohnung zu suchen, ich wollte mir nämlich keine übers Internet buchen, die ich nicht vorher gesehen habe. Das würde ich auch jedem empfehlen! Viele meiner Bekannten dort wurden über den Tisch gezogen. Und dazu war die Hostelzeit auch definitiv ein Abschnitt meines Auslandssemesters, den ich nicht missen wollen würde! Ich hab SOOOO viele Leute dort kennen gelernt, war mit diesen dauerhaft unterwegs und wir sind sogar spontan zur Tomatina nach Buñol gefahren :D Mit ein paar wenigen habe ich auch bis heute Kontakt. Das Hostel kann ich übrigens nur empfehlen, shoutout an La Posada de Huertas. Super günstig und dafür echt gut und super nettes Ambiente!


Die Wohnungssuche lief dann auch besser als ich dachte, ich habe tatsächlich auch nur 3 Wohnungen innerhalb von 3 Tagen gesehen und die dritte war es dann. Leider ist Madrid auch sehr teuer zum wohnen, mein Zimmer hat ganze 660€+ Strom extra gekostet, das lag aber unter anderem auch daran, dass ich erstens in einem sehr teuren Viertel gewohnt habe (Nuevos Ministerios- ein Bankenviertel, was mir aber super gelegen kam, weil von dort aus mein Zug zur Uni abgefahren ist- die Uni lag ziemlich außerhalb) und die Wohnung war wirklich TOP! Eine Designerwohnung mit Spühlmaschine, Trockner, riesen Wohnzimmer, eigener privater Innenhof, etc. etc.... UND ich hatte die allerbesten Mitbewohnerinnen! Wir waren 6 Mädels, eine davon Brasilianerin, der Rest alles Spanierinnen aus verschiedenen Provinzen. Ich hatte echt die beste Zeit in der Wohnung, wir haben echt alles zusammen gemacht und uns umeinander gekümmert, wir sind echt zu einer richtigen Familie geworden! Sie sind auch nach wie vor sehr sehr enge Freundinnen von mir und auch mein fester Freundeskreis in Madrid.


Außerdem habe ich auch in Madrid fleißig getanzt und SO VIEL gelernt! Madrid hat in der Hinsicht unfassbar viel zu bieten! Letztendlich habe ich 7h die Woche trainiert, auch Samstags- das war tatsächlich ein bisschen nervig, aber ich bereue nichts :D Sonst war ich auch viel reisen, einmal sogar alleine nach San Sebastian, dann war ich eine Freundin in Barcelona besuchen, zwei mal in Málaga, einmal in Bilbao und im Februar habe ich dann mit zwei Freundinnen eine Tour durch Galizien gemacht. Super cool!
Grundsätzlich kann ich auch sagen, dass Madrid wirklich unfassbar viel zu bieten hat, in jeder Hinsicht. Ich habe mich wirklich pudelwohl gefühlt und hab heftig geheult, als ich heim musste. Meine Mitbewohnerinnen hatten mir übrigens die süßeste Abschiedsparty ever beschert!


Und ich muss sagen, dieses Auslandssemster und die Corona-Zeit (Ich bin genau rechtzeitig nach DE zurück, zwei Wochen später kam in Spanien die Ausgangssperre) haben mir echt zu denken gegeben, was bzw wo ich den Rest meines Lebens wirklich verbringen will und habe meine Zukunftspläne doch sehr umgekrempelt. Und zwar werden ich (zumindest vorerst) auf den Master in Deutschland verzichten und nächstes Jahr im September für einen Master für Deutsch als Fremdsprache in Madrid einschreiben. Und der Plan ist, danach dort zu bleiben und irgendwo Deutsch zu unterrichten. Das klingt alles super verrückt, weil ich ja jetzt wirklich vom Auswandern spreche, aber ich glaube mittlerweile, dass es ein Schritt ist, den ich gehen muss, um glücklich zu werden. Und noch bin ich jung, um es auszuprobieren- den Master in DE kann ich dann jederzeit immer noch machen, wenn mir danach ist. Jetzt heißt es aber erstmal Bachelor beenden und die Monate, bis ich in Madrid anfange, mit Arbeiten zu überbrücken- eventuell als Animateurin in einem Hotel:) Aber we`ll see.


Liebe Grüße,
Kathi


Zusammenfassung Praktikumssemester Málaga

Heyho,
Es ist mal wieder Jaaaahr her, dass ich hier was gepostet habe, und vermutlich liest auch kein Schwein mehr diesen Blog :D Aber ich suche grade eine Ausrede, um nicht an meiner Hausarbeit weiter schreiben zu müssen, deswegen kam ich irgendwie darauf, mal in meinen Blog zu gucken und eventuell gewisse Dinge zu ergänzen :D


Ich werde jetzt definitiv 2 Einträge machen. Einen zu meinem Praktikumssemester in Málaga und danach zu meinem Erasmussemester in Madrid. Habe ich ja inzwischen beides schon hinter mir :D
Ja, wie würde ich dieses halbe Jahr in Málaga beschreiben? Ich glaube, es war so mit die beste Zeit meines Lebens. Im letzten Post hatte ich ja von meinen Struggles an der Rezeption erzählt und das hat sich leider noch ziiiiemlich lange gezogen und ich musste viel nerven, bis ich endlich wieder im Unterricht mitarbeiten durfte. Aber als dieser Zeitpunkt dann endlich kam, war ich der glücklichste Mensch auf der Welt! Das Helfen beim Unterrichten hat sooo Spaß gemacht und ich durfte auch bei verschiedenen Freizeitaktivitäten mitkommen, wie z.B. Churros essen mit den Schülern oder sogar auf kleine Trips mitfahren wie z.B. nach Ronda. In der Zeit wurde ich super dicke mit den LehrerInnen, es war wirklich ein wunderbares Team und ich habe mit vielen bis heute noch Kontakt, eine hat mich sogar in Deutschland besucht. Und ich habe unfassbar viel gelernt von ihnen! Außerdem durfte ich mit meinem italienischen Praktikums-Kollegen und meinen deutschen Freunden, die gerade zu Besuch waren, die Hauptdarsteller eines Werbe-Videos der Sprachschule sein- hat super viel Spaß gemacht! Ich verlinke euch mal das Video:


https://www.youtube.com/watch?v=FFKlLoQNxOo


Währenddessen habe ich auch ein ziemlich normales Leben geführt. Ich habe fleißig getanzt und durfte so auch bei der Gala im Juli mitmachen, ich war jedes Wochenende mit meinen Mädels unterwegs essen, feiern, am Strand chillen, kleine Trips z.B. nach Conil de la Frontera machen und ich habe meine Autofahr-Skills um 1000000% verbessert :D Ernsthaft, verglichen mit DE ist Autofahren in Spanien echt ne andere Liga, zumindest in den Großstädten. Vom Parken ganz zu schweigen. Inzwischen bin ich Einpark-Profi, bleibe auch bei super regem Verkehr gechillt und habe gelernt, wie man Öl nachfüllt :D (*hust*).
Leider hatte ich in dem Sinne auch ein paar nicht so geile Momente- mein Auto wurde einmal abgeschleppt, und das war wirklich nicht feierlich. Lustigerweise war die liebe Daria, die ich in diesem Blog schon hin und wieder erwähnt habe, weil wir uns auf einem Austauschschülertreffen kennen gelernt hatten, mich grade in Málaga besuchen. Naja, auf jeden Fall war es wirklich ein riesen Akt, mein Auto zurückzubekommen aufgrund meines deutschen Kennzeichens und ich war bestimmt auf 4-5 verschiedenen Ämtern, Polizeiwachen und Banken und am Ende um 200€ ärmer...Shit happens!


Mein Praktikum war allerdings schon Ende Juni vorbei und so hatte ich noch ganze zwei Monate, um quasi Urlaub zu machen- das war wirklich ein Luxus, den ich mir nicht nochmal leisten könnte :D Aber es war der HAMMER. Ich war an sooo vielen verschiedenen tollen Stränden wie Maro, Valdevaqueros und La Herradura, bin mit Freundinnen durch Andalucía getript, hab viiiiel und gut gegessen und war eigentlich täglich im Gemeinschaftspool meiner Urbanisation. Super geil! Ich war so braun wie noch nie, haha. Dann hatte ich so ziemlich die beste Feria meines Lebens, war beim Caminito del Rey (ein traumhafter Wanderweg durch solche Steinklippen), hab den Intensivkurs meiner Tanzschule mitgemacht (ich bin fast gestorben, aber war geil) und hatte einen sehr harten und traurigen Abschied. Dieses halbe Jahr hat mich wirklich geprägt und ich werde es für immer als eines meiner schönsten Erlebnisse in Erinnerung behalten!


Jetzt gehts weiter mit meinem Bericht über Madrid,
Kathi

Samstag, 24. März 2018

Update

Heyho,
ich dachte, ich bringe euch mal wieder auf den neusten Stand.
Besonders möchte ich ein bisschen was über mein Praktikum erzählen.
Nachdem ich 2 Wochen als Assistenz-Lehrerin gearbeitet und viel Spaß hatte, wurde mir nun gesagt, dass ich nun anderweitig gebraucht werde. Da die Sprachschule zwei Standorte hat und ich bisher im Zentrum gearbeitet hatte, wurde ich nun zur Sprachschule in Pedregalejo geschickt, weil die Direktorin jemanden für die Rezeption brauchte. Als ich dort ankam, haben mich viele Dinge erst einmal überrumpelt- Ich wurde alleine an die Rezeption gesetzt und die Direktorin hat mir ein Programm erklärt, um Schüler ihren Klassen zuzusortieren etc etc. Das war alles noch easy peasy. Aber dann kam für mich der Horror- Part. Die Direktorin meinte zu mir, dass mein Spanisch ja so gut sei und ich doch bitte ALLE Gastfamilien, die sie haben (ich schätz mal so auf 150), anrufen soll, damit mir diese bestätigen, dass ihre Daten noch korrekt sind und mir sagen, falls es Änderungen in der Familie gegeben hat. Danach musste ich dann für jede Familie ein Formular erstellen mit den wichtigsten Informationen.
So, wer mich gut kennt, der weiß- ich HASSE telefonieren mit fremden Menschen. Ich habe nahezu Panik davor. Und sei es nur eine Pizza bestellen- jeder Weg ist mir lieber als anrufen.
Und dann noch auf einer anderen Sprache- ich hätte gerne angefangen zu heulen :D Aber da musste ich nun mal durch. Also habe ich mich daran gesetzt und jede einzelne Familie angerufen und das Blatt erstellt. Oft habe ich mich irgendwie verplappert, bin ins Fettnäpfchen getreten oder es wurden Witze gemacht, die ich nicht verstanden habe. Ich wurde zwar vielfach von allen Mitarbeitern gelobt, dass ich meine Aufgabe ja phänomenal machen würde und mein Spanisch ja so gut wäre, aber wohl hab ich mich bei der Aufgabe nicht gefühlt. Zwar habe ich ein bisschen die Panik mit der Zeit verdrängen können, dennoch ist telefonieren nichts, was ich gerne tue.
Letztendlich saß ich ganze zwei Wochen an dieser Aufgabe und ich muss sagen, das hat mich wirklich gestresst. Es ist einfach nichts, wofür ich gemacht bin. Deswegen war ich froh, wenn ich mal rausgeschickt wurde, um z.B. einer Gastfamilie einen Kontrollbesuch abzustatten oder in einer Werkstatt zu fragen, ob die einen Praktikanten nehmen würden. Im Gegenteil, solche Aufgaben machen mir Spaß und fordern mich heraus und zeigen mir, dass mir als Mitarbeiterin vertraut wird.
An einem Tag gab es dann ein kleines Missverständnis mit einer deutschen Schulklasse, die über unsere Sprachschule eine Guide-Tour gebucht hatte. Da ich in dem Moment das Telefon abgenommen hatte, als es geklingelt hatte (Rezeptionistinnen-life, haha), und ich letztendlich mit dem Lehrer der Klasse auf Deutsch geredet und mithilfe meiner Kollegen das Problem gelöst hatte,
werde ich seit aufgrund meiner Deutschsprachigkeit in der Sprachschule hoch angesehen, hahaha. Ich darf seit diesem Tag jetzt alle deutschen Gruppen in Empfang nehmen und denen unser Programm erklären etc. Ich wurde dafür sogar als Hauptverantwortliche ernannt, wuhu! Außerdem kam ich durch diesen Vorfall ein wenig mit der Direktorin ins Gespräch und schilderte ihr, dass ich vor allem Interesse darin habe, mich als Lehrerin weiterzuentwickeln. Daraufhin meinte sie, dass ich gerne in die Klassen ab und zu mit rein kann und ich eventuell irgendwann eine eigene Gruppe übernehmen darf!
Mit wem ich mich hier besonders gut verstehe ist der Chef. Er ist wirklich sehr sympathisch und kann sogar ein bisschen Deutsch. Deswegen habe ich es gestern auch gewagt, ihm zu schildern, dass ich mich mit den Telefon-Aufgaben nicht wohl fühle und ich mich generell als Rezeptionistin nicht wirklich als geeignet sehe. Außerdem meinte ich zu ihm, dass ich hier bin, um vor allem meine Fähigkeiten als Lehrerin zu verbessern und nicht die als Sekretärin. Er hat wirklich sehr verständnisvoll reagiert und meinte zu mir, dass ich mir keine Sorgen machen soll und er mit der Direktorin sprechen wird, dass was geändert wird. Mal sehen, was jetzt passiert.
Generell habe ich aber das Gefühl, dass ich in diesem Praktikum unglaublich viel fürs Leben lerne. Mir kommt es so vor, als würde ich gerade unglaublich reifen. Dadurch, dass ich wirklich als volle Mitarbeiterin eingesetzt werde und mir teilweise viel Verantwortung zugemutet wird, werde ich jeden Tag neu herausgefordert. Ich glaube, dass dieses Praktikum mir im Nachhinein mich im Leben unglaublich viel weitergebracht hat.
Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen, außer, dass das Wetter echt super mies ist, und das jetzt schon fast einen Monat lang, das ist nicht wirklich normal für Málaga :D Mit meinen Mitbewohnerinnen ist alles nach wie vor perfekt, mit meinen Freunden ist auch alles top, ich tanze jetzt wieder fleißig 4 mal die Woche in meiner alten Tanzschule und bin sehr happy damit. Und sprachlich habe ich mich auch wieder verbessert, ich bin wieder an dem Punkt, wo Spanisch absolut keine Anstrengung mehr für mich ist. Aber ich hoffe, mich noch weiterhin viel zu verbessern.
Mal sehen, was die Zukunft so bringt.
Besos,
Kathi

Sonntag, 4. März 2018

Praktikumsbeginn

Buenas tardes amores,
so, jetzt gibt's mal wieder ein Update. Inzwischen hat für mich nämlich jetzt hier der normale Alltag begonnen.
Aber erstmal ein kleiner Rückblick auf das, was so passiert ist.
Letzte Woche hatten zwei meiner Freundinnen Geburtstag. Um das zu feiern, sind wir Samstag Nachmittag nach Granada aufgebrochen, um dort in einen relativ bekannten Club zu gehen, Mae West heißt der, vielleicht sagt das ja dem ein oder anderen was.
Wir hatten Gott sei dank eine Ferienwohnung gemietet, damit wir nicht nachts zurückfahren mussten (Mit dem Auto nach Granada sind es etwa 1 1/2h). Weil auf den letzten Drücker aber noch zwei Mädels mitgekommen sind, die vorher nicht eingeplant waren, waren wir letztendlich in einer 6-er Wohnung zu acht, hahaha. War aber nicht schlimm, wir hatten trotzdem alle irgendwie einen Schlafplatz.
Lustig war aber erstmal, im Zentrum von Granada einen Parkplatz zu finden. Ich glaub wir sind fast eine Stunde in der Stadt rumgekurvt, bis wir eine Lücke gefunden hatten. Und da ich gefahren bin, durfte ich versuchen, in diese superkleine Lücke einzuparken :D Einparken ist nicht so meine Stärke :D Letztendlich hat eine Freundin mein Auto eingeparkt- aber auch sie musste gefühlte 10 Mal erneut rausfahren, bis wir halbwegs in der Lücke standen.
Nunja, wir Intelligenzprotzen haben natürlich vergessen, Abendessen einzukaufen. Es war aber schon 10 Uhr abends und alle Supermärkte hatten schon geschlossen- bis auf der Chino (Ramschladen) unter unserer Wohung :D Dort haben wir dann Brot und Würstchen gekauft und Hotdogs gemacht- satt war danach niemand wirklich :D Aber naja.
Dann haben wir uns fertig gemacht und sind dann irgendwann zum Club aufgebrochen. Der Schuppen ist wirklich krass, er ist mehr oder weniger in einem Einkaufszentrum und echt groß, er hat 2 Stockwerke und die VIP-Zone (Wir hatten dort reserviert) sind kleine Abteile mit Türen nach außen, aber nach innen ist so eine Art Zaun, also man ist quasi in seinem eigenen Bereich, aber kann die Leute im großen Saal sehen. Auch draußen haben sie eine art Terrasse mit Sofas & co.
Es war echt mega cool und wir hatten sehr viel Spaß, geschlafen hat aber keiner wirklich :D Sonntag Mittag sind wir dann nach Málaga aufgebrochen und das war schon echt anstrengend mit dem Schlafmangel. Aber wir haben es geschafft.
Am Montag dachte ich dann zumindest, dass mein Praktikum anfangen würde. Letztendlich musste ich mich da aber nur vorstellen und durfte dann wieder gehen :D Am Dienstag ging es dann wirklich los. Ich assistiere nun vorerst in 2 verschiedenen Kursen, in einem A2- Kurs mit einer Koreanerin und einer Holländerin und einem B1/B2- Kurs mit einer Koreanerin und einer Chinesin. Es hat mega Spaß gemacht, ich durfte an der Konversation mit den Schülern aktiv teilnehmen und ein paar Sachen erklären oder korrigieren. Am Dienstag darf ich dann sogar ein wenig selbst unterrichten. Bisher waren es auch nur 4h Arbeit am Tag. Vermutlich wird sich das aber alles bald ein wenig ändern, weil bald noch mehr Praktikanten kommen und ich ab dann wohl großteils im Büro eingesetzt werde. Mal gucken, ich bin gespannt.
Am Donnerstag bin ich dann auch endlich in meine Wohnung gezogen und Leute, es ist wunderbar. Ich verstehe mich mit meinen Mitbewohnerinnen so gut und ich fühl mich einfach nur pudelwohl. Am Montag fahren wir dann zusammen ein paar Sachen für die Wohnung einkaufen, weil es doch an ein paar Kleinigkeiten mangelt.
Insgesamt kann ich mich aber zur Zeit absolut nicht beschweren. Grade bin ich wirklich rundum glücklich hier. Außer, dass das Wetter hier grade wirklich Mist ist. Seit Mittwoch schüttet es und das soll auch bis kommenden Samstag anhalten. Aber man kann halt nicht alles haben.
Liebe Grüße,
Kathi

Donnerstag, 15. Februar 2018

Und noch ein ungeplanter Eintrag! :D

Holaa,
ja, es gibt nochmal spontane Neuigkeiten, haha. Ich war gestern mit einer Freundin in Teatinos (ist in Málaga so das Uni-Viertel) essen um San Valentin wenigstens ein bisschen zu feiern :D
Weil ich in dieser Ecke wohnen werde und wir an dem Gebäude vorbei gefahren sind, in dem ich wohnen werde, meinte ich so zu meiner Freundin: "Ey guck mal, da werde ich wohnen!" und sie antwortete nur so: "Hey genau da wohnt die Freundin von Andrea (eine Freundin von uns) die ne Mitbewohnerin sucht, locker ist die das!" und nachdem wir die Namen abgeglichen hatten und ich ihr das Whatsappbild meiner zukünftigen Mitbewohnerin gezeigt hatte stellten wir fest, dass sie Recht hatte :D Eine meiner neuen Mitbewohnerinnen ist also indirekt keine Unbekannte, sondern kennt  nahezu alle meine Freunde! Ich hab ihr das natürlich geschrieben und sie kam gar nicht drauf klar :D Es ist einfach so krass, wie klein die Welt ist!
Das wars auch schon, ich wollte das nur kurz erzählen, haha.
Un saludo.


Mittwoch, 14. Februar 2018

VIDEOOOOS!

Hola chicoooos,
okay, der Post war eigentlich absolut nicht geplant, aber es ist was passiert, womit ich null gerechnet habe:
Wer meinen Blog damals gelesen hat und dementsprechend weiß, dass ich mit meiner Austauschorganisation in Sevilla war, der weiß ganz eventuell auch, dass ich gesagt hatte, dass wir Erfahrungs-Videos gedreht haben. Diese Videos sind aber nie hochgeladen worden- BIS HEUTE! Als ich heute Youtube geöffnet habe, habe ich auf einmal ein Video gesehen, in dessen Titelbild ich selber zu sehen war :D :D Ich war dezent überrascht.
Hier der Link:

Man hört so heftig in meiner Stimme, dass ich mega erkältet war, hahaha. Und ich war so krass braun :o

Hier noch ein Video mit Lena zusammen, wo wir auf Spanisch über das Dele-Examen erzählen. Ich muss sagen, ich war etwas geschockt über mein Spanisch, ich dachte ich hätte damals viiel besser gesprochen :D Mein deutscher Akzent war/ist heftiger als ich dachte, und jetzt, wo ich mir das Video so angucke- JA, meine Grammatik ist deeeutlich besser mittlerweile :D Aber hey, wir haben auch vor ner Kamera gesprochen, entschuldigen wir das ganze mal damit, dass wir aufgeregt waren :D

Außerdem hatte Ismael schon von einem Jahr meinen schriftlichen Erfahrungsbericht hochgeladen gehabt. Zwar ist der viiiel knapper als das, was ich hier so alles im Blog erzählt habe, aber falls es irgendwen interessieren sollte- hier ist der Link:


http://www.austausch-ist-cool.com/erfahrungsbericht-austauschjahr-in-malaga.html


(I'm sorry for the Rechtschreibfehler :D Den Bericht hab ich damals direkt nach meiner Rückkehr geschrieben, mein Deutsch war dementsprechend schwach und keiner hat den Bericht probegelesen :D)


So, das wars auch schon.
Liebe Grüße

Dienstag, 13. Februar 2018

Peñíscola&Frigiliana

Peñíscola





Frigiliana



Angekommen!

Heyho,


wie ihr im Titel lesen könnt! ICH HABS GESCHAAAFFT!
Jep, 3 Tage Fahrt ist schon lang. Aber ich habs mir schlimmer vorgestellt. Spanien zu durchfahren ist eigentlich wunderschön, dieses Land ist so mega vielseitig!


In Avignon haben wir leider kaum was gesehen, deswegen kann ich davon wenig erzählen. Aber Peñíscola war ein Träumchen! Ein wunderschönes Dorf! Ich mache auch noch einen Extra-Post mit Fotos. Leider ist der Ort im Februar aber wie ausgestorben- keine Menschenseele war auf der Straße, alle Restaurants und Hotels waren geschlossen, in den Fenstern hat kein Licht gebrannt. Es hatten vielleicht im ganzen Ort 5 Restaurants offen. Wir haben uns sagen lassen, dass hier erst ab April Leben herrscht.


Nunja, Sonntag bin ich dann in Málaga angekommen. Am Abend hab ich mich dann auch mit 2 meiner Mädels getroffen und es war tatsächlich ein bisschen komisch. Ich war soooo krass nervös und aufgewühlt, ich weiß nicht, ob das an der langen Fahrt lag oder dem Gedanken, dass ich jetzt wieder ein halbes Jahr hier lebe, aber ich hab den ganzen Abend sogar leicht gezittert. Dementsprechend war ich auch recht still an dem Abend. Aber meine Mädels meinten, dass ich mir keine Sorgen machen soll und die Anspannung die Tage bestimmt schnell von mir abfällt.


Am Sonntag hatte ich auch eine Anzeige in verschiedenen Facebookgruppen geschaltet, dass ich eine Wohnung suche, und hab mir die erste auch schon gestern anschauen können. Aber heute hatte ich dann die zweite Besichtigung- und diese Wohnung wird jetzt meine! Ich werde mit 2 Mädchen, 18 und 22 Jahren zusammenleben, sie sind beide super lieb, studieren und haben eine Katzeeee!!!! (Omg ich liebe Katzen so sehr). Mein Zimmer ist nicht groß, vll 10-11 qm, aber immerhin hat es ein 1,40m Bett, hehe. UND ES GIBT EINEN GEMEINSCHAFTSPOOL,MUHAHA! Ich hab mich so mega gefreut, als ich die Nachricht bekommen habe, dass ich das Zimmer kriege! Ab März werde ich dann dort einziehen.


Ja, ansonsten gibt es gar nicht so viel zu erzählen. Heute war ich mit meiner Mami in Frigiliana, einem wunderschönen andalusischen Dorf. Davon werde ich auch noch Bilder hochladen. Morgen fliegt sie dann heim. Und am Freitag geht es dann endlich wieder auf die Rolle mit meinen Chicas<3
Un besito,
Kathi

Dienstag, 30. Januar 2018

Nervös?

Hallu,
In genau 11 Tagen breche ich auf nach Málaga. Der ein oder andere mag sich jetzt fragen, warum ich ausgerechnet heute schreibe (wenn das hier überhaupt wer liest), und die Antwort ist ganz einfach- ich sitze gerade in der Bib und versuche, mich davor zu drücken, an meiner Hausarbeit weiterzuschreiben :D Jaaa ich weiß, ich bin ein schlechtes Vorbild.

Aber ich wollte auch einfach mal mitteilen, wie es sich alles gerade so anfühlt.
Am Sonntag habe ich zusammen mit meinem Vater angefangen, die ersten Sachen aus meiner Wohnung auszuräumen. Die muss ich jetzt nämlich verlassen, und zwar für immer. Ein sehr komisches Gefühl. Ich habe jetzt 1 1/2 Jahre in dem schäbigen Haus mit einfach-verglasten Fenstern und halb auseinander fallenden Küchenschränken gewohnt, und ich habe mich doch besser eingelebt, als ich es je gedacht hätte. Hab ich wahrscheinlich auch meinen allerbesten Mitbewohnerinnen zu verdanken. Ich werd sie unheimlich vermissen. Es wird auf gar keinen Fall das letzte Mal gewesen sein, dass ich sie sehe, im Gegenteil, aber es wird niemals mehr so sein wie es jetzt ist. Und das tut irgendwie weh. Aber ich probiere, es positiv zu sehen- ich habe eine neue Familie für mich gewonnen und ich bin gespannt, was mich in meiner neuen Wohnung erwarten wird!
Ansonsten trage ich die ganze Zeit so einen inneren Stress in mir, auch wenn ich gar nicht so fleißig bin, wie ich es sein sollte. In 11 Tagen schon abzureisen und meine Hausarbeiten noch nicht fertig zu haben- das stresst!:D Mal gucken, ob ich das vor Abfahrt alles noch fertig bekomme. Wenn nicht, muss ich die halt per Post meinen Dozenten schicken.

Aber um die Frage des Titels zu beantworten- Ja, ich bin nervös. Warum? Keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich Angst habe, dass es nicht so werden wird, wie das Auslandsjahr damals. Aber das wird es auch nicht, das ist sowieso klar. Es wird nicht unbedingt schlechter werden, nur eben anders. Ich sollte offen dem gegenüber sein, was kommt. Außerdem- wenn ich so drüber nachdenke, weiß ich gar nicht, ob ich es so sehr bedauern würde, wenn es nicht so wie mein Auslandsjahr wird, immerhin waren die ersten 3 Monate mit die härtesten meines Lebens :D

Ach ja, es ist einfach alles irgendwie komisch. Aber ich freu mich.
So viel zu meinen derzeitigen Gefühlen, jetzt sollte ich mich mal an die Arbeit machen.
Hasta prontito,
Kathi

Dienstag, 16. Januar 2018

Was so alles passiert ist/ Auslandspraktikum

Holaaaaa meine amores,
ich bin ja gespannt, ob sich diesen Blogpost jeeemals jemand durchlesen wird, wahrscheinlich eher nicht, zumindest nicht, bevor ich in Facebook angekündigt habe, dass ich diesen Blog weiterführe.
Ja, ziemlich genau ein Jahr ist mein letzter Blogpost her. Und ich dachte, bevor ich den Anlass dieses plötzlichen Eintrags eröffne, erzähl ich erstmal, wie meine ganze Spanien- History so weiterging, auch wenn ich jetzt seit 1 1/2 Jahren wieder in Deutschland lebe. Spanien hat mich nämlich letztendlich doch ziemlich für die Zukunft geprägt. Ja, ZIEMLICH.
Wie oft war ich seit dem letzten Post in Spanien? Ganze 4 mal :D 2 mal davon in Málaga (5 Tage im Mai, und ja, ich habe ein paar Unitage geschwänzt *hust*, dann 2 Wochen im Sommer, Feria eingeschlossen), im Oktober mit ein paar Unileuten für 6 Tage in Valencia und jetzt über Silvester 6 Tage in Madrid mit der wundervollen Luzie <3. Aber dazu gleich.
Fakt ist- ich hatte damals extrem viel von der spanischen Kultur übernommen. Ich bin ein totaler Feier-Mensch geworden, ich sag zum Feiern nahezu nie nein, es sei denn, ich muss lernen. Den spanischen Kleidungsstil habe ich bis heute so beibehalten und habe wahnsinnig Probleme, in Deutschland Klamotten zu finden, die mir gefallen. Ich höre nach wie vor spanische Musik und es gibt keine Partys, auf denen ich mehr abgehe, wie auf Latinopartys, mit Reggaeton kriegt man mich immer :D. Ich raste immer aus, wenn ich irgendwo spanisches Essen bekomme, ich kann an keinem Churro- Stand vorbeilaufen, ohne mir welche mitzunehmen (auch, wenn die lange nicht so schmecken wie in Spanien). Ich bin sehr viel offener als früher, viiiiel toleranter, sehr viel spontaner und ich glaube auch irgendwie lebensfroher. UND- ich fühle mich immer unfassbar zuhause in Spanien. In Málaga natürlich besonders, aber auch in Valencia und Madrid habe ich mich direkt heimisch gefühlt.
Außerdem habe ich nach wie vor viel Kontakt mit meinen spanischen Freunden. Bzw. schreibe ich nur mit einer kontinuierlich und mit dem Rest nur ab und zu, aber jedes Mal, wenn ich dort bin, ist es, als sei ich nie weg gewesen. Das Vertrauensverhältnis ist einfach immer noch da.
Aber nicht nur mit meinen spanischen Freunden habe ich Kontakt, sondern auch mit ein paar wenigen Austauschschülerinnen aus meiner Ex- Organisation. Mit Nicole, meiner italienischen Gastschwester, schreibe ich bis heute super regelmäßig und Luzie, eine Deutsche, die damals ein Jahr in Valencia war und mich im Winter nach Madrid begleitet hat, war inzwischen 4 mal bei mir und einmal auch zusammen mit Lena, auch einer Ex- Austauschschülerin aus Österreich. Und dann gibt es natürlich noch meine allerliebste Daria, die ich auf keinen Fall vergessen darf, wer meinen Blog von Anfang an verfolgt haben sollte, kann sich vielleicht noch an sie von den Austauschschülertreffen erinnern,haha. Ja, Daria war eigentlich in Argentinien, aber da die Kulturen doch nicht sooo unterschiedlich sind, wir jetzt die selbe Musik hören und etwa den selben Grad an Crazyness haben :D, sind wir inzwischen ziemlich gut befreundet und machen liebend gerne die Latino-Partys in unserer Gegend unsicher.
Und ja, sogar zur Organisation direkt habe ich noch Kontakt. Diesen Sommer auf der Feria de Málaga habe ich witzigerweise die Instastory einer Mitarbeiterin von Interhispania (Partnerorga von Interkultur) gesehen, mit der ich mich schon immer sehr gut verstanden hatte, vor allem, weil uns nur 2 Jahre Alter trennen. Sie hatte in der Story als Standort eine Bar in Málaga markiert, die ich kannte, weshalb ich sie sofort anschrieb und sie fragte, ob sie auch in Málaga sei und sie meinte ja. Und siehe da- in der kommenden Nacht haben wir uns auf der Feria getroffen und ein bisschen geplaudert:) Seit dem hatten wir sporadisch immer mal wieder Kontakt und als feststand, dass Luzie und ich über Silvester nach Madrid fliegen würden (ursprünglich war das eine Reise, die ich mit Nicole geplant hatte, um sie wieder zu sehen. Da sie aber letztendlich nicht fliegen konnte, ist Luzie für sie eingesprungen) habe ich ihr sofort bescheid gesagt, da sie in Madrid wohnt. Und so lieb wie sie ist, hat sie uns an Silvester auf eine wunderbare Houseparty von der Freundin ihres Cousins mitgeschleppt, wir hatten so unfassbar viel Spaß und ich bin ihr so dankbar dafür <3.
Auch mit Ismael ist der Kontakt nicht ganz tot. Er schickt jedes Jahr Weihnachtsgrüße, schreibt mir auch jetzt nach 1 1/2 Jahren noch eine Bescheinigung für mein Auslandsjahr, weil ich die bald für eine Bewerbung brauche und generell vergisst er glaube ich so schnell niemanden seiner Austauschschüler.
Ja, so viel zu dem, was mich bis heute geprägt hat. Vielleicht noch kurz zu meinem Spanisch- Ja, es ist schlechter geworden. Der Fluss ist ein bisschen verloren gegangen und ich muss alles akustisch sehr gut verstehen, um nach wie vor so gut folgen zu können. Aber ich komme immer recht schnell wieder rein, wenn ich ein paar Tage in Spanien bin, dennoch ist es nicht ganz so wie vorher. Das Einzige, was ich glaube ich wirklich verbessert habe, ist die Grammatik, das kam einfach denk ich durch die Uni, ein bisschen was lerne ich da ja schon ;)
So, und JETZT komme ich zum Punkt- wie geht es weiter??
ICH MACHE EIN AUSLANDSPRAKTIKUM! IN MÁLAGA!!!
In einem vorherigen Post habe ich schon einmal erwähnt, dass ich gerne ein Auslandssemester in Málaga machen wollte. Noch einmal längere Zeit mit meinen Freunden sein, diesmal ohne Gastfamilie, die mir Dinge vorschreibt- das war einfach mein Traum. Da das über Erasmus nicht ging, habe ich es als Freemover versucht. Und ich habe wirklich gekämpft dafür mit allen Mitteln. Aber leider hat mir die Universidad de Málaga einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Tja, da war Kathi sehr traurig. Aber so schnell wollte ich nicht aufgeben;)
Ich wusste, dass man sich statt einem Semester an einer spanischen Uni auch ein Praktikum in Spanien als Auslandssemester anrechnen lassen kann(ist bei uns im Studiengang Pflicht). Es muss mindestens 3 Monate lang sein und fachlich etwas mit dem Studiengang zutun haben. Also versuchte ich, mir einen Praktikumsplatz in Málaga zu suchen. Das war aber letztendlich echt schwer. Ich hatte ja auch gar keine Ahnung, wie man eine spanische Bewerbung schreibt. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, eine Organisation zu beauftragen. Bei der Organisationssuche habe ich sehr zwischen GLS und Practigo geschwankt und mich letztendlich für GLS entschieden, weil sie bessere Bewertungen hatte. War ein bisschen dumm, weil Practigo in Spanien die Partnerorganisation von GLS ist und hätte ich mich direkt bei ihnen beworben, wäre es 100€ billiger gewesen :D Aber naja, Fakt ist- alles ging super zügig und zuverlässig über die Bühne, sie haben mich per Telefon genau gefragt, was für ein Praktikum ich wo suche, was es für Kriterien erfüllen muss, wie lange, ob ich eine Unterkunft brauche etc...Letztendlich musste ich auch ein Telefonat auf Spanisch mit einer spanischen Mitarbeiterin führen, damit sie mein Spanisch-Niveau feststellen konnten. Nach etwa 3 Wochen hatte ich dann auch schon einen Praktikumsplatz- an der Sprachschule OnSpain mitten in Málaga, die Spanischkurse für Ausländer anbieten. Ich werde dort von Ende Februar bis Mitte Juni arbeiten und dann noch bis Ende August die Ferien in Málaga verbringen <3. Am 9. Februar fahren meine Mama und ich mit dem Auto los. Ja, mit dem Auto. Ich habe es satt, mein Auto in Málaga nicht vor Ort zu haben, das war schon sehr anstrengend in meinem Auslandsjahr. Wir werden also um die 3 Tage brauchen und in Avignon und Peñíscola Halt machen. Dann werde ich erstmal bei einem Freund wohnen, so lange, bis ich eine Wohnung gefunden habe, meine Mum wird nach 3 Tagen zurück nach Deutschland fliegen. Ich freue mich waaaaaaaahnsinnig, bin aber auch sehr aufgeregt und gespannt, was mich erwartet. Ein bisschen fühle ich mich schon wieder so wie damals vor dem Auslandsjahr in Spanien. Aber natürlich ist der Angst-Faktor viiiiel geringer als damals, weil alles lange nicht so ungewiss ist wie damals, ich die Sprache spreche, Freunde dort habe und mich in der Stadt auskenne. Aber es ist trotzdem super aufregend und es wird sicher noch einmal eine andere Erfahrung.
Ja, genau deswegen möchte ich zumindest versuchen, diesen Blog wieder zum Leben zu erwecken, auch wenn ich nicht weiß, wie häufig ich schreiben werde. Und auch nach diesem Halbjahr wird meine Spanien-Story noch nicht vorbei sein, weil ich plane, spätestens im Master trotzdem noch einmal ein Erasmus- Semester einzulegen, zwar dann nicht in Málaga, aber in Sevilla, Valencia oder Madrid. Und selbst danach wird es vermutlich noch nicht vorbei sein, auch wenn ich noch nicht weiß, in welche Form sich das dann entwickeln wird. Fakt ist- Spanien, ganz wirst du mich nie wieder los <3
Os mando muchísimos besos,Kathi

Donnerstag, 5. Januar 2017

2. Rückkehr nach Málaga& mal wieder Unterschiede Deutschland- Spanien

Meine Lieben,
Ja, ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass ich geschrieben habe und vermutlich schaut in diesen Blog auch eh keiner mehr rein, aber ich hatte gerade einfach Lust, euch von meiner Rückkehr nach Spanien nach ziemlich genau 5 Monaten zu berichten.
Nach der Feria im August wurde die Freundschaft zu meinen Mädels da unten in Málaga erstmal auf die Probe gestellt, denn diesmal waren es nicht nur 6 Wochen, sondern ganze 5 Monate, die wir nun getrennt sein würden und es machte mir doch sehr Angst, dass man den Kontakt oder den Bezug zueinander verlieren könnte. Zudem habe ich im Oktober mit meinem Studium begonnen, was natürlich mit Umzug, viel lernen und vor allem mit vielen neuen Leuten verbunden war. Dementsprechend stellte ich mir es doch etwas schwer vor, den Kontakt aufrecht zu erhalten, weshalb ich mir umso mehr Mühe gegeben habe- und es hat sich ausgezahlt. Mit meiner besten, spanischen Freundin habe ich am Anfang täglich, später dann mindestens 2 mal die Woche geschrieben und sie hat mir immer alles detailliert erzählt, was sie machen und was so alles passiert ist und mich ständig auf dem Laufenden gehalten. Mit 2 weiteren, sehr engen Freundinnen dort hatte ich ebenfalls regelmäßig Kontakt. Mit dem Rest zwar nur sehr sporadisch, aber als ich am 28. 12. nach Málaga flog, war es wirklich, als sei ich nie weggewesen. Meine Freundin, bei der ich die Woche über bleiben sollte, hatte mich vom Flughafen abgeholt und ich war wirklich der glücklichste Mensch auf der Welt. Wir haben jeden Tag etwas unternommen, und meine Freundin hat dafür gesorgt, dass ich wirklich jeden sehe, was wirklich unglaublich schön war. Wir sind durch die Bars gezogen, haben Tapas gegessen, sind feiern gegangen, haben zusammen die 12 Trauben an Silvester gegessen und das Jahr natürlich mit einer Fiesta ausklingen lassen, haben Brettspiele gespielt, uns die Weihnachtslichter der Innenstadt angeschaut usw... Es war sehr viel entspannter als damals während der Feria, weil wir einfach viel weniger Stress hatten und ich hab es einfach in vollen Zügen genossen. Mein Heimflug war demnach mal wieder sehr tränenreich, aber wahrscheinlich wird der Abschied für nicht sehr lange gewesen sein. Ich plane nämlich schon sehr eifrig ein Auslandssemester in Málaga, was sich nur leider als sehr kompliziert herausstellt, da meine Uni keine Partnerschaft mit der Uni Málaga hat und ich als Freemover gehen muss, was unter anderem wahrscheinlich bedeutet, dass ich mich dort in Studiensekretariat persönlich vorm 15. Mai vorstellen muss. Sehr sehr unpraktisch für mich, was den Zeitraum angeht, aber so komme ich zumindest nochmal für ein paar Tage hin, bis ich schließlich irgendwann im Sommer wieder hinfliegen werde.
Nun erstmal ein paar Fotos:







Nun, da ich mittlerweile einfach auch den direkten Vergleich habe, sind mir irgendwie nochmal viel mehr Dinge aufgefallen, die Spanier anders machen als wir. Deswegen mache ich jetzt nochmal eine kleine Liste an Unterschieden. Seid mir aber nicht böse, wenn ich mich wiederhole, ich habe die Unterschiede-Posts nicht nochmal gelesen davor:
1. Jeder spanische Haushalt hat eine Fritteuse oder so einen Frittiertopf mit Frittierfett drin, weil einfach so viel Frittiertes gegessen wird
2. Spanier glauben wirklich ganz fest daran, dass kalte Getränke bei Halsschmerzen gaaaaaaaanz schlecht sind und glauben im Leeeben nicht, dass etwas kaltes im Hals eventuell die Schwellung nehmen könnte. In Restaurants wird auch bei der Bestellung von Wasser immer gefragt, ob es zimmerwarm oder kalt serviert werden soll und die Mehrheit bestellt es sich tatsächlich zimmerwarm.
3. Spanier HASSEN Wasser mit Kohlensäure
4. Keine Mahlzeit ohne Weißbrotbeilage
5. Gin und Wodka trinkt man hier nicht mit Bitterlemon, sondern mit Fanta Lemon. Find ich ja persönlich viel besser
6. Nutella ist hier nicht die einzig wahre Nuss-Nougat-Creme, NEIN, es gibt auch noch Nocilla. Die Meinungen sind da doch tatsächlich 50 50, was nun besser sei, aber ich bin und bleibe Nutella-Fan, Nocilla ist mir zu süß
7. Spanier sind eigentlich so gut wie immer Fleischesser und dass es auch sowas wie Vegan gibt, ist ihnen völlig schleierhaft, Veggieburger gibt's im Mcces auch nicht
8. Sprit wird in Spanien vorher bezahlt, dann wird für das bezahlte Geld Sprit freigeschaltet und du tankst es, bei manchen Tankstellen wird aber auch für dich getankt
9. Außerdem gibt es auch an den Tankstellen neben Waschanlagen immer so einen Stand, wo man meist für etwa 1€ sein Auto selber abspritzen kann
10. Spanier bringen beim McDonald's ihr Tablett nie weg. Dazu sei ja das Personal da^^
11. Angestoßen wird meistens nur bei Shots oder Sekt. Richtig funktioniert das so: man hebt das Glas, stellt es auf den Boden/Tisch einmal kurz ab, man hebt es wieder und stößt an und trinkt dann. Der passende Spruch dazu lautet: "Arriba, abajo, al centro y pa dentro" was heißt: "hoch, runter, in die Mitte und rein damit!"
12. Viele Spanier schälen sich die Silvester-Trauben vor den Glockenschlägen, damit sie sie schneller essen können
13. Sangría ist in Málaga zumindest ein totales Touri- Getränk- ich habe noch nie mit Spaniern zusammen Sangría getrunken und manche kennen es nichtmal. Stattdessen trinkt man hier Tinto de Verano oder einfach Bier
14. In Spanien muss die Person auf Blitzerbildern nicht erkennbar sein, sie muss in jedem Fall zahlen, dafür habe ich aber auch noch nie mobile Blitzer in Spanien gesehen
15. Auf den Autobahnen herrscht übrigens Höchstgeschwindigkeit 120km/h
16. Ich glaube, dass ich es schonmal erwähnt habe, aber so richtige heiße Schokolade gibt's hier nicht. Wenn man es wörtlich als "Chocolate caliente" bestellt, kriegt man so eine puddingähnliche Schokolade, die auch für Churros serviert wird, oder man bestellt sich einen "Cola cao", wo man ein Glas mit heißer Milch bekommt und ein Päckchen Kakaopulver von der hier super berühmten Marke Cola Cao bekommt, was man sich selber rein mischen kann und dan  meist auch noch ein Päckchen Zucker, falls es einem nicht süß genug ist. Was ich allerdings null verstehen kann, weil Cola Cao wirklich bappsüß ist und ich sowieso nicht verstehe, warum diese Marke hier Nesquik überholt hat, aber gut
17. An Besteck wird nur das hingelegt, was auch wirklich benötigt wird. Gibt's nix zu schneiden, gibt's auch kein Messer
18. Kann ebenfalls sein, dass ich es schonmal gesagt habe, aber anstatt eine dicke Decke zu nehmen, benutzen die Spanier im Winter 5 dünne
19. Ein Fernseher ist das größte Musthave im spanischen Haushalt. Fast in jedem Zimmer steht einer und fast immer läuft er
20. Teppichboden findet man eigentlich nirgends. Meistens haben spanische Häuser Fliesen, damit es im Sommer nicht so heiß wird
Joa, mehr fällt mir jetzt auch nicht mehr ein. Vielleicht werde ich mich nochmal melden zu dem Bewerbungsverlauf von der Uni und berichte euch, wie das Ganze dann letztendlich ausgegangen ist.
Bis dahin- muchos besos,
Kathi



Dienstag, 13. September 2016

Feria de Málaga

Holaaaa,

Ja ich weiß, laaang ists jetzt her, dass ich mich gemeldet habe, aaaber ich habe euch ja versprochen, nochmal einen kleinen Bericht über die Feria zu erstatten. Für die, die es nicht mitbekommen haben- Ich war im August noch einmal eine Woche in Spanien, einmal um meine Freunde zu besuchen und andererseits, weil die Feria de Málaga stattfand, was hier ein riesen Event ist. Nochmal kurze Erklärung dazu- In Málaga ist die Feria ein wahnsinnig großer Jahrmarkt, der auf einem Gelände namens "El Real" aufgebaut wird, das ausschließlich für die 9 Tage, an denen das Event stattfindet, genutzt wird. Das Gelände wird dann in verschiedene Parts unterteilt. Ein Teil beinhaltet vorwiegend Fahrgeschäfte- und zwar eeecht viele und teilweise echt große! Dann gibt es noch eine von mir sogenannte "Fressstraße", also eine Reihe an Fressständen, wo Hamburger, Bunoelos, Papas Asadas, Hot Dogs und so ziemlich alles, was das Herz begehrt verkauft werden, sowie Haarblumen und bunte Fecher, dazu komm ich gleich noch. Dann ein großer Platz mit einer Konzertbühne, auf dem der einzige Bereich ist, wo es erlaubt ist, "vorzuglühen", sprich hier darf Alkohol mitgebracht und getrunken werden, sonst nirgendwo. Den größten Teil nehmen aber die sogenannten "Casetas" ein. Das sind Hütten, in denen Musik gespielt wird und quasi kleine Diskotheken darstellen. Es gibt Casetas für jede Altersklasse und für jeden Musikgeschmack, außerdem Casetas, in denen vor allem Essen verkauft wird. Ansonsten noch ein großer Eingangsbereich und eine große Bushaltestelle, denn in der Feria fahren ALLE Buslinien direkt dort hin, und das bis 6:30 am Morgen.

Nunja, ich saß nun in meinem Flieger zu meiner Lieblingsstadt und konnte es echt nicht abwarten. Meine Freundin, bei der ich die Woche verbringen sollte, wollte mich am Flughafen abholen und ich wollte sie einfach nur noch sehen und in die Arme schließen. Als der Moment dann eeeeendlich kam, sind wir beide total ausgerastet. Es war soooo schön! 

Wir sind dann zu ihr nach Hause, haben Camperos bestellt (best thing in life) und sind dann mit 2 anderen Freundinnen ins Zentrum gefahren, weil am Hafen das Eröffnungsfeuerwerk stattfinden sollte. Das Feuerwerk war echt schön und ich war einfach nur total glücklich, meine Freundinnen wieder zu sehen. Danach sind wir noch in eine Bar am Hafen und haben die Boote im Mondschein betrachtet, es war sooo schön!

Am nächsten Tag ging es dann richtig los- Wir sind ab zur "Feria del Día". Die Feria ist sowohl tagsüber, als auch nachts geöffnet, aber es ist doch sehr verschieden. Tagsüber hat mir persönlich besser gefallen. Es ist gut was los, aber auch nicht zu viel, so dass man nicht Schlange stehen muss, man bekommt überall "Tinto de verano", ein typisch andalusisches Mischgetränk was aus Rotwein und Sprite besteht,geschenkt und mit ein bisschen Glück sogar Drinks und Shots, sowie Gratis-Paella. Ich war aber am ersten Tag erst einmal total überwältigt von der Größe und der Schönheit! Am Tag passieren Reiter mit Pferden oder Kutschen die Gassen zwischen den Casetas, alle haben ihre teilweise wunderschönen Fecher dabei( Ist ein absolutes Muss, da es im August soooo heiß wird!) oder Blumen im Haar und viele Frauen kommen auch in traumhaften Flamenco-Kleidern. Wir sind von einer Caseta zur nächsten gezogen und ich habe schon am ersten Tag so gut wie ALLE wieder gesehen und es war soooo toll, die Freude war echt überwältigend! 

Wir hatten einen total lustigen und schönen Tag und um 10 sind wir dann nach Hause, um uns umzuziehen und zu duschen und sind dann um halb 1 bereits wieder losgezogen zur "Feria de la noche" zu gehen. Gerade in der ersten Nacht war es unfassbar voll und die Schlangen vor den Casetas waren extrem! Außerdem bekommt man nachts normalerweise nichts mehr geschenkt, viele Casetas verlangen dann von den Männern vor allem auch Eintritt. Aber es war trotzdem sehr lustig, weil man immer wieder neue Leute kennen gelernt hat. 

Joa, so ging es dann quasi jeden Tag. Tagsüber von 15-23 Uhr und Nachts von 1-6:30 uhr auf der Feria :D Die einzige Abwechslung, die wir gemacht haben, war, dass wir einen Tag auf die "Feria del Centro" gegangen sind, denn ja, auch im Stadtzentrum findet eine Feria statt. Hier stehen allerdings weder Fahrgeschäfte, noch Casetas, noch Fressstände, nur sind alle Bars und Diskotheken tagsüber geöffnet und alles viel billiger als sonst. Aber diese Feria findet auch nur ausschließlich tagsüber statt. Außerdem sind wir an einem Abend mit der Familie meiner Freundin gemeinsam zum Rummel, weil der kleine Bruder meiner Freundin jedes Jahr Fahrgeschäfte fahren will und da sich keiner getraut hat, bin ich den ganzen Abend mit ihm gefahren :D 

Es sind so viele Sachen in dieser Woche passiert und es wurde trotz immer der selben Routine nie langweilig. Allerdings wurde es immer und immer heißer (An meinem letzten Tag 43°C) und die Kraft durch den Schlafmangel und die Anstrengung immer und immer weniger. Nach der Woche war ich dann erstmal krank :D 

Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich würde es jederzeit wieder tun und das Schönste für mich war einfach, wieder eine Woche mit meinen Freunden sein zu können. Ich werde auch wahrscheinlich in den Weihnachtsferien wieder nach Málaga fliegen und Silvester dort verbringen.

Bis dahin heißt es nun- studieren. Lehramt auf Spanisch und Geographie. Mal sehen, wie ich mich vor allem in Spanisch so schlage. Aber so vergeht die Zeit bis Silvester wenigstens hoffentlich schneller.

Hasta luego,

Kathi







Dienstag, 5. Juli 2016

Bilder meiner letzten Woche

 Die letzten Fiestas mit meinen Mädels :(


 Marbella




 Alhambra, Granada





Ehhhm
 Wir leben noch!

 Letzter Abend :( <3

Sonntag, 3. Juli 2016

Home sweet home

Hola,

Ja, ihr seht richtig, ich bin mittlerweile Zuhause.

Komisches, gemischtes Gefühl, aber nicht schlecht. Man merkt doch, was es wert ist, einfach in seiner Heimat zu sein.

Jetzt aber erstmal zu meinen letzten Tagen:

Während ich mit meinen Freunden die Sommertage am Strand genossen habe, rückte der Tag, an dem meine Eltern in Spanien ankommen sollten, immer näher. Gerade die letzte Nacht davor und der Tag selber waren nochmal ziemlich aufbrausend. Denn am 23. Juni war in Málaga "Noche de San Juan", eine Nacht, die man mit seinen Freunden einfach am Strand sitzt und der von Strandkonzerten klingenden Musik lauscht. Nachdem ich den kommenden Morgen früh aufstehen musste, da ich die Nacht bei einer Freundin verbracht habe und erstmal nach Hause fahren musste, hieß es dann schon fast direkt mich mit einer Freundin der finnschen Austauschschülerin treffen, um deren Abschiedsparty zu organisieren, die dann am selben Nachmittag noch stattfand und eine Überraschung sein sollte, die auch gelungen ist!

Direkt danach ging es für mich weiter an den Flughafen, um meine Eltern abzuholen. Sie wieder in die Arme schließen zu können, war unbeschreiblich!

Wir haben dann unser Mietauto abgeholt und sind dann ins Hotel gefahren, was ich bewusst ausgesucht hatte, da es in der Nähe meiner Freunde war. Es lag auf einem Berg, von dem man die ganze Stadt sehen konnte und es war sehr klein, aber wirklich sehr schön!

Am Abend hab ich sie dann zu einem einer Dönerbude vergleichbarem Restaurant gebracht, um Camperos zu essen, meinen Eltern hat es aber geschmeckt, hahaha.

Am nächsten Tag ging es dann zu meiner Gastfamilie, um meine Sachen zu holen. Freunde, ich sag euch, Packen nach einem Auslandsjahr ist vielleicht ein Spaß! Ich hatte letztendlich 2 Pakete a 7kg verschickt und hatte trotzdem noch 4kg Übergepäck mit 2 Koffern, was mich dann 40€ gekostet hat :(

Dann sind wir an den Hafen zum Mittagessen und dann durchs Zentrum getourt, um meinen Eltern die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu zeigen. Nichts konnte mich aber davon abhalten, in der Nacht nochmal mit meinen Freunden feiern zu gehen und in dieser Nacht musste ich mich auch schon von der ersten Person verabschieden :( 

Meine richtige Abschiedsfeier fand aber am folgenden Tag bei einer Schaumparty am Nachmittag statt und wir ließen nochmal so richtig die Korken knallen! Ich hab wirklich die süßesten Freunde, die man sich vorstellen kann <3

Montag bin ich dann mit meinen Eltern und einer meiner besten Freundinnen nach Marbella gefahren und haben uns die Stadt und den Hafen mit den teuren Yachten und Autos angeschaut und wir haben selbstverständlich auch ein Foto mit einem Ferrari gemacht B) Es war auch das erste Mal, dass meine Eltern eine spanische Freundin von mir kennen gelernt haben und es war ziemlich witzig mit der Kommunikation, da ich dauerhaft übersetzen musste, aber es ging besser, als erwartet!

Dienstag hatte ich dann eine Tanzaufführung meines Tanzstudios, wo ich Contemporary getanzt habe und es hat wirklich enorm viel Spaß gemacht und außer meinen Eltern sind sogar 2 Freundinnen gekommen, um mich zu sehen, was mich echt gefreut hat! Danach sind wir dann noch in einen Italiener mit Blick über die ganze Stadt und Livemusik essen geganen und es war ein wunderschöner Abend!

Mittwoch sind wir dann nach Granada zur Alhambra, dem großen Palast gefahren. Es war echt beeindruckend und schön und man konnte von dort aus ganz Granada sehen, aber es war auch unfassbar heiß, sodass wir unsere eigentlich danach geplante Tour durch die Stadt auf ein Minimum verkürzt haben und dann direkt wieder nach Málaga gefahren sind, um am Strand bei kleinem Lüftchen Abend zu essen. Apropos, ich musste mich auch erstmal wieder daran gewöhnen, dass meine Eltern so früh zu Abend essen! Genauso wie meine Eltern sich erstmal an die Unzuverlässigkeit und den wilden Straßenverkehr Spaniens gewöhnen mussten, hahaha. 

Donnerstag ließen wir es dann entspannt angehen und wir sind mit einer meiner Freundinnen zum Strand von Torremolinos gefahren und haben uns dort Liegen gemietet. Ich kam dann auf die tolle Idee, dass wir ja dieses Sofa fahren könnten, was im Meer von einem Boot hinterher gezogen wird, weil ich das in der Türkei schonmal gemacht hatte und das echt cool war. Nunja, gesagt, getan- eine halbe Stunde später saßen wir dann in einem komischen, runden Sessel, bei dem man sich gegenüber und nicht nebeneinander saß, so wie ich es kannte. Außerdem bekamen wir zusätzlich zur Schwimmweste auch noch Helme, was mir leicht Angst gemacht hatte. Das auch zurecht :D Ich wäre einige Male wirklich fast rausgeflogen und zwischendurch stand der Sessel wirklich senkrecht in der Luft und hätte sich fast überschlagen! Meine Freundin und ich haben uns aber danach vor Lachen kaum eingekriegt und unsere Arme haben vom Festhalten richtig gezittert und als wir dann in eine Strandbar Mittag essen gegangen sind, konnten wir beide die Arme kaum heben und wir kamen uns richtig dumm vor :D Wir haben beide immer noch Muskelkater.

Wir haben den Tag dann noch genossen und am Abend haben meine Eltern dann all meine Freundinnen zum Tapas essen eingeladen und es war wirklich schön! Der Abschied fiel dann dementsprechend schwer und es flossen viele Tränen. Ich habe sie wirklich sehr ins Herz geschlossen und kann es kaum erwarten, sie im August wieder zu sehen, auch wenn ich weiß, dass es nie wieder so werden wird, wie es einmal war. Am letzten Tag habe ich dann noch einmal einen Abstecher zu meiner besten Freundin gemacht, um auch deren Familie nochmal zu sehen und es tat unfassbar weh, sie zurückzulassen. Der Flug war danach dementsprechend sehr nachdenklich, es ist einfach unfassbar, was man sich in einem Jahr alles aufbauen kann. 

Jetzt bin ich zurück in Deutschland, mit wahren Freunden in Spanien, so gut wie fließendem Spanisch und ich denke auch mit deutlich mehr Reife. Ich wurde aber sehr süß von meiner besten Freundin hier empfangen und ich habe so gut geschlafen wie schon Ewigkeiten nicht mehr und ich muss sagen, Zuhause ist nunmal einfach Zuhause! 

Mein letzter Post wird dieser denke ich nicht gewesen sein, da ich nach der Feria im August vermutlich nochmal berichten werde. Auch wenn ich nie sonderlich regelmäßig geschrieben habe, will ich mich trotzdem bei allen bedanken, die meinem Blog gelesen und sich dafür interessiert haben, was ich so treibe.

Un besito,

Kathi

PS: Bilder kommen nochmal demnächst in einem Extra-Post!

Montag, 13. Juni 2016

Die Tage sind gezählt...

Hola chicos,
Ja, der Titel sagt schon alles. 18 Tage. Unfassbar irgendwie und totales Gefühlschaos.
Wie ihr ja wisst, habe ich ja auch inzwischen keine Schule mehr. Wie ich im letzten Post ja schon angedeutet hatte, bin ich in diesen, komplett schulfreien Monat mit etwas Angst gestartet, viel alleine zu sein und mich zu langweilen. Ich wurde aber bereits mächtig vom Gegenteil überzeugt!
Nie hatte ich eine Zeit hier, wo ich mich so dazugehörig gefühlt habe, so viel Vertrauen in einige Personen gefasst habe und so sehr die spanische Kultur, Wetter und die Vorzüge der Stadt genossen habe. Kaum einen Tag verbringe ich mittlerweile, wo ich nicht tagsüber am Strand, Pool der Tante einer Freundin oder die Nacht bzw. den Nachmittag durchfeiern bin. Ich meine auch, behaupten zu können, dass ich niemals in meinem Leben so braun war und ich werde sogar dauernd von den Spaniern darauf angesprochen, dass sie nie gedacht hätten, dass eine Blondine wie ich so dunkel werden kann, haha.
Das Ambiente auf den Fiestas ist auch mittlerweile ganz anders.Die "Chiringuitos" (Strandclubs/bars) füllen sich immer mehr, die Kleidung wird knapper, die Stimmung ausgelassener. Außerdem war ich gestern auf meiner allerersten Schaumparty, was total genial war!
Außerdem proben wir in der Tanzschule, wo ich Contemporary angefangen habe, mittlerweile für eine Gala am 28. Juni und ich glaube, dass es richtig gut werden wird!
Ich habe in diesem Monat außerdem ein paar Leute, die ich zwar vorher schon kannte, aber die mir nie wirklich vertraut waren, viel besser kennen gelernt und stehe zu ihnen auf einmal komplett anders gegenüber. Dadurch hab ich auch mittlerweile festgestellt, wie viel offener ich geworden bin. Außerdem hatte ich gerade gestern wieder eine Nacht, die ich bei einer Freundin Zuhause verbracht habe und wir einfach im Bett noch 5 Stunden lang über die privatesten Dinge überhaupt geredet haben, was sowohl mir, als auch ihr, unfassbar erscheint, dass man sich nach nur 10 Monaten einem Menschen so öffnen kann. Mir wird bewusst, dass es nie mehr so sein wird, wie es in diesen 10 Monaten war. Auch, wenn ich inzwischen ein Flugticket nach Málaga im August für die Feria habe (Grooooooßes, einwöchiges Fest, wer genaueres darüber wissen will, kann es googlen) und ich mich unfassbar freue, meine Mädels nach meinem Verlassen schon bald wieder zu sehen. Dazu kommt aber auch die Trauer, dass Laura letztendlich mich nicht nach Deutschland begleiten können wird, da sie kurzfristig einen Sommerjob gefunden hat. Aber so sehr es mir auch weh tut, mein hier aufgebautes Leben zurückzulassen, ich freue mich unfassbar, meine Eltern zu sehen und ihnen Málaga zu zeigen (Wer es noch nicht weiß- meine Eltern kommen mich in meiner letzten Woche besuchen!), mit ihnen nach Hause zu fliegen, in MEINEM Haus in MEINEM Bett zu schlafen, meine Katze zu knuddeln, deutsches Essen zu essen und all meine Freunde wieder zu sehen.
Mit dem Deutsch scheint es aber denke ich lustig zu werden, da ich inzwischen einfach Sätze verdrehe oder spanische Expressionen aus Relfex einfach sage oder sie ins Deutsche übersetzen will und feststelle, dass dafür gar keine Übersetzung existiert.
Jetzt werde ich aber versuchen, meine letzten 18 Tage in vollen Zügen auszukosten!
Hasta luego,
Kathi

Dienstag, 31. Mai 2016

Adiós colegio!

Hola,
Wie der Titel schon sagt- ich habe meine spanische Schule zu Ende gebracht, wuhu!
Heute war der Tag, an dem ich mir meine Noten abholen konnte- und dementsprechend dort nie wieder aufkreuzen muss. Aber ich muss sagen, dass ich mich nicht ausschließlich darüber freue, immerhin war die Schule ein großer Bestandteil meines Auslandsjahres und ich habe darüber begonnen, meine Kontakte hier zu knüpfen und der Gedanke, dass ich diese Menschen nie wieder alle zusammen in dieser Konstellation sehen werde, ist schon etwas traurig. Außerdem hatte man so einfach eine Beschäftigung am Vormittag, auch wenn es dort für mich zum sterben langweilig war.
Übrigens muss ich zugeben- ich bin dieses Trimester wirklich in ALLEM durchgefallen. Sogar in Englisch, weil ich durch Sevilla das Examen verpasst habe, hahaha. Aber das stört mich nicht, ich war ja auch nicht in der Schule hier, um gute Noten zu schreiben. Aber da ich das noch nie so wirklich erwähnt hatte, dachte ich passe es jetzt ganz gut, mal so aufzulisten, wie die Schule sich von einer deutschen Schule unterscheidet. Nebenbei- einige Dinge mögen bei mir anders gewesen sein, da ich eben nicht in einer normalen Klasse, sondern in einem Grado Superior für Erwachsene war.
Los geht's:


- Spanische Schulen fangen später an. Meine ging um 8:15 los.


- Im Regelfall hat man in Spanien jeden Tag 6 Stunden Unterricht. 3 volle Zeitstunden, dann eine halbe Stunde "Recreo" (Pause) und wieder 3 Stunden, so eine ganz typische Endzeit ist hier 14:45 Uhr.


- Spanische Schulen sind ein bisschen wie ein Gefängnis. Unter 18-jährige dürfen das Schulgelände nicht verlassen, an meiner Schule sorgt dafür eine videoüberwachte Tür, bei der man klingeln muss, damit die Sekretärinnen sich auf ihrem Bildschirm angucken, ob du älter als 18 aussiehst und dir dann das Tor aufmachen.


- Spanische Schultoiletten sind sehr viel schmutziger, haben meist weder Klobrille noch Klodeckel und Klopapier gibt's sowieso nur im Sekretariat


- Das Schulhaus in der Pause zu verlassen ist keine Pflicht


-Ab und zu wird auf dem Schulhof Musik gespielt


- Auch beim Feueralarm soll das Schulgelände nicht verlassen werden, da trifft man sich auf dem eingezäunten Sportplatz. Ziemlich sinnlos.


- In der Pause isst jeder seinen Bocadillo (Belegtes Brötchen). Wenn man keinen dabei hat, kann man sich einen in der Cafetería kaufen, die richtig genial schmecken, weil sie in eine Sandwichpresse gepackt werden und dementsprechend dann warm und knusprig sind. Geht aber bloß nicht in der Pause selber zur Cafetería sondern zwischen den Schulstunden, sonst wird die Pause schon vorbei sein, wenn ihr nach langem anstehen endlich euren Bocadillo bestellen könnt


-Die Cafetería verkauft auch ungesundes Zeugs wie Donuts, Chips, Schokoriegel, Bonbons, Süßgetränke und Kaffee


- Das spanische Schuljahr ist nicht in Semester, sondern in Trimester unterteilt, sprich man bekommt 3 Zeugnisse. Insgesamt werden auch viel mehr Examen geschrieben und davon durchaus auch mehrere an einem Tag und eine beschränkte Anzahl für die Woche gibt es auch nicht, weshalb Spanier im Durchschnitt viiiiel mehr lernen. Hängt aber auch mit der nicht vorhandenen,mündlichen Mittarbeit zusammen.


- Hat man ein Examen nicht bestanden, gibt es normal sg. "Recuperaciónes", also Nachprüfungen.


- In Spanien herrscht Frontalunterricht, sprich der Lehrer redet, Schüler schreiben mit und dat wars. Ziemlich eintönig.


- Spanische Lehrer scheinen keine Ahnung von Erste-Hilfe-Maßnahmen zu haben, zumindest war das, was uns unser Lehrer für Arbeitsrecht zeigen musste, völliger Humbug.


- Fremdsprachenunterricht in Spanien ist Mist. Sorry, aber das muss ich einfach grade mal so sagen.


- Hat jemand Sport in der Schule, kommt diese Person in Sportklamotten zur Schule.


- Generell ist es auf öffentlichen Schulen quasi komplett egal, was man anzieht. Ob du im bauchfreien Top und super knappen Shorts oder im Jogginganzug ankommst- kein Lehrer wird dir was sagen. Bei Privatschulen hingegen ist normalerweise sogar Uniformpflicht.


- An meiner Schule gibt es jeden Morgen Parkplatz-Fight, jedes mal lautes Gehupe und ein völliges Durcheinander an Autos und ich habe nicht nur einmal gesehen, dass sich hier 2 Autos gestreift haben oder die Leute nach der Schule nicht fähig waren, ihr Auto an dem Berg meiner Schule rückwärts anzufahren und in das davor stehende Auto gerollt sind.


- Nicht volljährige müssen im Krankheitsfall persönlich von den Eltern in der Schule abgeholt werden, um nach Hause gehen zu können.


- Examen dürfen nicht behalten werden. Du darfst es dir anschauen, muss es dann aber dem Lehrer wieder zurück geben.


- Außer in der Grundschule werden Schulbücher nicht verliehen, man kauft sie. Die Meisten lassen sich aber die Schulbücher illegal in einem Copyshop kopieren.


- Spanische Schulen sind oft sehr viel schlechter ausgestattet, als deutsche.


- Spanische Lehrer duzt man und spricht sie mit Vornamen an.


So, mehr fällt mich spontan jetzt nicht ein. Ihr merkt- so begeistert von dem spanischen Schulsystem nicht. Also wer sein Auslandsjahr hier verbringen will, um gute Noten zu schreiben, wird sich sehr reinhängen müssen, da einfach unglaublich viel selbstständiges Lernen und Disziplin vorausgesetzt wird.
Jetzt bricht mein letzter Monat an, in dem ich probieren werde, meine freie Zeit vollständig auszukosten!


Hasta luego,
Kathi


Dienstag, 24. Mai 2016

An den Stränden von Cádiz und unter der Sonne Sevillas

Hola amores,
Gestern bin ich vom Sevilla-Trip zurück gekommen, den ich ja bereits im letzten Post kurz erwähnt hatte. Aber davor möchte ich gerne nochmal auf meinen Abstecher nach Cádiz eingehen.
Noora, die finnische Austauschschülerin und ich hatten beschlossen, uns an einem verlägerten Wochenende uns Cádiz anzuschauen. Gesagt-Getan.
Wir saßen uns also eines Sonntag Morgens um 7 Uhr in den Bus nach Cádiz und durften erstmal warten. Der hat nämlich ewig gebraucht, weil er eine schöne Runde über Marbella, Algeciras, Tarifa, Conil de la Fontera und eben die ganzen kleinen Örtchen, die an der Küste liegen, gedreht hat.
Nach 6!! Stunden haben wir es dann auch tatsächlich geschafft. Am Busbahnhof wurden wir dann von einer neuseeländischen Freundin von Noora abgeholt, die sie in Madrid kennen gelernt hat und in Cádiz wohnt. Wir sind dann erst einmal ab zum Strand- die Strände von Cádiz sind einfach so genial! Weiß, super breit, flach und einfach wunderschön. Danach haben wir eine Runde in der Stadt gedreht, haben gegessen etc.. Cádiz ist wirklich eine wunderschöne, kleine Stadt, auch wenn ich dort nicht gerne wohnen würde, weil es einfach sehr klein ist. Aber für einen Tag hat sich es definitiv gelohnt!
Um 8 Uhr Abends hieß es dann auch leider schon wieder den Rückweg antreten- wieder 6 Stunden. Ihr glaubt nicht, wie tot ich nach diesem Tag war!


Nunja, jetzt zu Sevilla. Dieses Mal war ich im Zug nicht alleine, da ich mit Noora zusammen gefahren bin. Am Bahnhof wurden wir dann von Jorge von Interhispania abgeholt und habe dann auch gleich eine meiner Zimmergenossinnen kennen gelernt, die aus Cádiz gekommen ist. Den ersten Tag hatten wir dann erstmal Freizeit und ich hab viele Menschen von Madrid und Barcelona wieder getroffen und das war echt toll <3 Wir haben uns dann mit ein paar Leuten so einen kleinen Fahrrad-Bus gemietet, keine Ahnung, wie man sowas nennt aber es war super lustig :D Und was wir feststellen durften- in Sevilla ist es im Mai bereits unheimlich heiß! Wir hatten jeden Tag über 30 Grad und ohne Bademöglichkeit ist das schon nervenzerrend. Nunja, am nächsten Tag ging es dann aber richtig los-
DELE EXAMEN!
Für die, die nicht wissen, was das ist- Das ist ein Examen, mit dem man sein Spanisch- Niveau nachweisen kann, also A1/A2/B1/B2/C1/C2 und meine Organisation bietet eben die Teilnahme an diesem Examen an der Uni von Sevilla an. Ich hatte mich für das B1 angemeldet. Am Freitag stand dann die mündliche Prüfung an und die war echt einfach. Ich habe 2 Themen bekommen und durfte davon eins aussuchen, über das ich mir erst Notizen machen und dann 2-3 Minuten sprechen musste. Dann wurden einem dazu Fragen gestellt und danach durfte ich mir ein Bild aussuchen mit einer abgebildeten Situation. Dieses Bild muss dann beschrieben werden und auch dazu werden dann nochmal Fragen gestellt. Zum Schluss bekommst du eine Situation erklärt, die du dann gemeinsam mit der Prüferin imitieren sollst, also ein Face-to-face- Gespräch. Also alles ganz easy.
Nachmittags sind wir dann ins Zentrum gefahren und haben eine Runde dort gedreht und hatten dann Freizeit, in der wir durch die Altstadt gebummelt und dann alle zusammen was trinken gegangen sind.
Am Abend nach dem Abendessen habe ich mich dann alleine mal mit Ismael zusammen gesetzt, um über die Situation mit meiner Gastfamilie zu sprechen. Auch wenn ich das nie erwähnt habe- mit meiner Gastfamilie läuft es alles andere als ideal, aber ich hatte aus verschiedenen Gründen keinen Wechsel gewollt. Ismael und ich haben lange geredet und ich wurde auch etwas emotional und mir wurde klar, dass die Verweigerung eines Wechsels falsch war. Ismael war aber sehr verständnisvoll und es tat sehr gut, das ganze an ihm loszuwerden und ich kann euch nur sagen- Interkultur ist klasse! Ich kann euch die Orga nur ans Herz legen, die Betreuung ist wirklich sehr persönlich. Außerdem möchte ich euch mitgeben- wenn ihr in eurer Familie euch nicht wohl fühlt, wechselt so schnell es geht! Ich bin hier in Málaga zwar alles andere als unglücklich, aber ich hätte mit einer zweiten Familie nach Hause gehen können, was ich jetzt nicht tun werde.
Samstag Vormittag stand dann die schriftliche Prüfung an. Wir haben erst ein paar Bögen mit Aufgaben und Texten bekommen, die auszufüllen waren und dann Hör-Aufnahmen, zu denen Fragen beantwortet werden mussten. Diese beiden Teile waren echt schwer, muss ich sagen. Ich hatte mir vorher das Buch zum B1 mit Probeexamen gekauft gehabt und die Examen dort waren deutlich einfacher. Der Freischreib-Teil, der als letztes folgte, war aber einfach. Also mal schauen, ich bekomme die Ergebnisse leider erst im September-.-
Nachmittags hatten wir dann eine Besichtigung der Kathedrale und dann wieder Freizeit und wir sind Eis-und Waffeln essen gegangen, wuhuu! Den Abend haben wir dann in einer wunderschönen Bar direkt am Fluss verbracht und wurden von ein paar 12-jährigen Jungs angemacht, hahaha.
Sonntag hatten wir dann eine Stadtführung und Mittags gab es eine kleine Überraschung für uns- Es gab für alle Paella und dann eine kleine, sehr impressionante Flamenco-Show, die echt beeindruckend war! Bevor es dann ins Hostel ging, haben wir uns noch ein paar Churros gegönnt. Den letzten Abend haben wir dann im Zentrum in einer Bar ausklingen lassen und durften dann tollerweise feststellen, dass in Sevilla an dem Abend ein Fußballspiel stattgefunden hat und alle Taxis belegt waren. Es hat ewig gedauert, bis wir ein freies gefunden haben. In der letzten Nacht sind im Hostel dann auch noch so einige...Ereignisse passiert :D Es war generell ein sehr verrücktes Wochenende, es gab keine Nacht ohne irgendwelche Vorfälle, Austauschschüler sind definitiv crazy!
Am Montag ging es dann auch schon nach Hause und der Abschied war echt traurig, einerseits, weil man die Leute zum letzten Mal gesehen hat, andererseits, weil man sich bewusst wurde, dass das Jahr jetzt bald vorbei ist. Mir bleiben jetzt noch gerade mal 5 Wochen und das fällt mir doch sehr schwer, zu glauben.
Es war aber echt ein cooles Wochenende mit tollen Menschen in einer wirklich atemberaubend schönen Stadt. Nicht umsonst sagt das Lied:
"Sevilla tiene un color especial"- Sevilla hat eine ganz besondere Farbe.


 Cádiz





 Sevilla














Hasta luego,
Kathi