Montag, 7. März 2016

Was ich in Spanien gelernt habe

Holaaa,
Ja, diesmal ist der Abstand zum letzten Post sogar nicht so groß, olee!
Worüber geht's heute? Darum, wie ich mich verändert habe mit dem Fokus vor allem darauf, was ich hier über mich und das Leben etc. gelernt habe. Ich finde, dass jedem bewusst sein sollte, dass so ein Auslandsjahr einen verändert und man nicht exakt als die selbe Person zurückkehren wird. Aber gerade dies ist ja auch ein Grund, sich dafür zu entscheiden, weil man unglaublich an Reife gewinnt.
Ich werd euch jetzt einfach mal ein paar Dinge auflisten, die mir in letzter Zeit aufgefallen sind.
Ich habe gelernt:


1. Wenig zu frühstücken. In Deutschland ist mir das Frühstück unglaublich wichtig, die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich da schon mal 2 Marmeladenbrötchen und dazu noch einiges an Obst verdrücken kann und dafür reduziere ich eher am Abendessen ( es sei denn, wir essen auswärts), was ja wissenschaftlicherweise glaub ich auch gar nicht so ungesund ist. Hier ist das aber anders. Hier esse ich zwei kleine, helle Marmeladentoast und sonst nichts. Dafür dann aber in der Schule in der Pause einen ordentlichen Bocadillo (kleines Baguette mit relativ kräftigen, herzhaften Belägen), was hier auch echt sehr typisch ist. In Deutschland habe ich vor dem Mittagessen nie wirklich in der Schule gegessen, Spanier frühstücken auch häufig gar nichts, was daran liegt, dass ein spanischer Alltag sehr viel mehr Mahlzeiten hat. Ein ganz klassischer Spanier isst 5 mal am Tag:
1. Desayuno(Frühstück)
2. Bocadillo in der Pause
3. Almuerzo(Mittagessen)
4. Merienda (Nachmittagssnack, macht meine Familie aber nicht)
5. Cena (Abendessen)


2. Siesta zu schlafen. In Deutschland war für mich ein Mittagsschlaf eine quasi unmögliche Sache, ich konnte nahezu nie einschlafen und wenn doch, war ich danach total durch den Wind und wusste nicht mehr wo vorne und hinten ist und danach war ich meist noch viel kaputter als davor. Hier hat sich das mittlerweile um 180° gedreht. Ich schlafe hier fast jeden Tag nach dem Mittagessen 1-2 Stündchen und auch am Wochenende wenn ich in der Nacht nicht genug schlafen konnte lege ich mich am Nachmittag oft nochmal aufs Ohr. Das kann ich mittlerweile zu jeder Tageszeit und ich brauch das auch, weil man oft einfach durch den nach hinten verlegten Tagesablauf deutlich später ins Bett kommt.


3. Auf mein Geld zu gucken. In Deutschland bekommt man ja oft auch zusätzlich zum Taschengeld immer mal wieder was zugesteckt oder wird von den Eltern zum Essen eingeladen etc. Hier hat man eben seinen festen Betrag im Monat und wenn der aufgebraucht ist, muss man auf seine eigenen Ersparnisse zurückgreifen. Auch wenn meine Eltern mir mehr geben würden, wenn ich sie darum bitten würde, möchte ich das nicht, gerade um zu lernen, mit Geld umzugehen. Dazu kommt mir natürlich zu Gute, dass normalerweise die Spanier sehr viel mehr auf ihr Geld achten müssen, als wir. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind für diese aus Geldgründen nicht möglich und ein Kinobesuch für 7,50€ z.B. ist da schon mal eine Gönnung.


4. Wieder ohne Auto zu leben. Der ein oder andere mag jetzt lachen, weil ich a) nur ein halbes Jahr mein eigenes Auto hatte und b) ich hier in einer Großstadt wohne, aber ich habe leider das Pech, dass quasi mein kompletter Freundeskreis außerhalb der Innenstadt wohnt und ich mit 2 Bussen eine knappe Stunde brauch, um dort hin-und zurückzukommen(Metro und Zug sind in Málaga leider seeehr schwach vertreten, es gibt z.B. nur 2 Metro-Linien und die haben nicht mal eine Haltestelle im Zentrum). Außerdem- auch wenn hier wirklich viele Busse fahren, es ist einfach nicht das selbe, sich immer nach einem Stundenplan richten zu müssen oder einfach in sein Auto zu springen und loszudüsen wann man will, wenn man diesen Luxus mal hatte. Aber ja, ein Auto ist ein Luxusprodukt, was mir hier auch viel stärker bewusst geworden ist. Dass hier Vater UND Mutter ein Auto haben, ist höchst selten, Oft hat sogar eine ganze Familie mit ausgewachsenen Kindern nur ein Auto für alle.


5. Dass wir uns in Deutschland glücklich schätzen können, so leicht an Arbeit zu kommen. Die Arbeitslosenrate ist wirklich so enorm wie es die Gerüchte behaupten. Etwa die Hälfte meiner Freunde lernt weder, noch arbeiten sie oder machen höchstens Gelegenheitsjobs wie in einer Diskothek für 20€ PRO NACHT zu arbeiten etc. Hier ist es wirklich unfassbar schwer, etwas zu finden, wo man wirklich Geld mit verdienen kann.


6. Mir einen schönen, langen Lidstrich zu ziehen, das hat mich in Deutschland immer zur Verzweiflung gebracht, hahaha


7. Mich zu kleiden. Ich persönlich find den Kleidungsstil der Spanierinnen großteils deutlich schöner und weiblicher als in Deutschland. Aber das ist natürlich auch reine Geschmackssache und kulturell geprägt.


8. Auf einer Party bis zur sehr späten Stunde durchzuhalten, hahaha


9. Dass ein Winter (Ja, auch ein "Winter" wo die Temperaturen nicht unter 3°C sinken) ohne Heizungen den Tod bedeuten kann


10. Dass es doch wirklich so unglaublich egal ist, wie man in die Schule kommt. Wozu Make-up und wertvolle Zeit am Morgen zum Einkleiden verschwenden, um an einen Ort zu gehen, wo einen eh jeder kennt und man niemanden zu beeindrucken hat.


11. Dass ich doch deutlich anpassungsfähiger bin, als ich dachte. Mich hat es wirklich nicht viel gekostet, mich an die kulturellen Unterschiede, Tagesabläufe, das Essen, die Häuser und die Lebensweise der Leute hier zu gewöhnen, Mitterweile habe ich auch denke ich ziemlich gut verstanden, wie die Leute hier denken.


12. Dass eine 45min- und eine 55min- Unterrichtsstunde einen grooooßen Unterschied machen


13. Dass Rauchen noch bescheuerter ist, als es mir vorher bewusst war.


14. Ruhig zu bleiben. Wobei ich da immer noch mit zu kämpfen habe. Ich glaube, so ein richtig spontaner Mensch werde ich nie. In einen Freitag oder Samstag zu starten, ohne einen Plan zu haben und erst um 8 Uhr Abends darüber nachzudenken, was man machen könnte und ich dazu immer noch meinen 1-stündigen Weg zu meinen Freunden einplanen muss, kann einen doch schon ganz schön nervös machen. Aber es wird besser. Ich probiere es immer mehr, locker zu sehen und mich irgendwie darauf zu verlassen, dass sich alles schon irgendwie ergibt, Aber da steht mir halt unter anderem auch wieder das Auto-Thema im Weg.


15. Was es bedeutet, Eltern zu haben, die immer für einen da sind, immer hinter einem stehen, einen in den Arm nehmen wenn man es braucht und das letzte Hemd für einen geben würden, wenn es nötig wäre. In einer Gastfamilie zu leben ist einfach niemals das Selbe wie in der eigenen Familie.


16. Dass ein Leben ohne Katze doof ist :( Und ohne Reiten!


17. Dass Kleider nicht unbedingt Leute machen.


18. Sein Leben alleine auf die Reihe bekommen und eigene Entscheidungen zu treffen. Dass man in einem Austauschjahr deutlich selbstständiger wird, ist definitiv wahr.


19. Küsschen rechts-küsschen links zur Begrüßung und Verabschiedung quasi schon automatisch zu geben


20. Spanisch. Joa, ich denke, ich kann mittlerweile behaupten, ein doch ziemlich gutes Spanisch zu sprechen. Mich macht das zugegebenermaßen sehr stolz und ich bin froh, dass sich in diesem Sinne meine Erwartungen im Bezug des Auslandsjahrs recht gut erfüllt haben!


Hasta luego,
Kathi


Donnerstag, 3. März 2016

Fotos


Wie lieb ich sie gewonnen habe <3 


 Nerja




 Benalmádena


 Teneriffa <3







 So spannend kann ein Vulkan sein





Lauras Geburtstag

Teneriffa, Halbzeit, Semana Blanca...

Hola meine Lieben,
Jaja, laaaaang ists wieder her dass ich mich gemeldet habe... Ich muss sagen, ich hätte es nicht gedacht, dass es mich mal so eine Überwindung kosten könnte, einen Blogpost zu schreiben.
Aber jetzt konnte ich mich endlich dazu aufraffen und ich hoffe, dass ich diese ganzen 2 Monate, die seit dem letzten Post vergangen sind, einigermaßen zusammen fassen zu können.
Ja, wo fang ich an?
Klar, die Schule ging wieder los. Nicht unbedingt ein Grund zur Freude, wobei man dadurch immerhin den Vormittag beschäftigt ist und keine Heimweh-Gefahr besteht.
Außerdem ist mir die Schule mittlerweile ziemlich egal, dem Unterricht zu folgen, haben ich so ziemlich aufgegeben.
Die Wochenenden verliefen eigentlich immer relativ typisch, Fiesta, wer hätte das gedacht. Aber eines Wochenendes haben mich meine Freunde in eine typisch spanische Bodega in Torremolinos entführt, wo großteils Flamenco-Musik gespielt wird. Es war echt super lustig, weil wir natürlich alle keine Ahnung von Flamenco haben und wir hatten sehr viel Spaß! Da wir, als die Bar geschlossen hat, aber noch nicht nach Hause wollten, sind wir spontan in eine Karaoke-Bar weitergezogen und Leute ich sags euch, ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus :D
Da ich danach bei Laura übernachtet hatte und ich dementsprechend am nächsten Tag bei ihr Zuhause war, haben wir spontan entschlossen, gemeinsam zum Strand zu fahren und joggen zu gehen. Wir hatten uns gerade umgezogen, als Lauras Mutter sie ins Wohnzimmer rief. Als sie zurück kam, fragte sie mich rund heraus: " Kathi, magst du mit nach Teneriffa?"
Ich erstmal ein bisschen veblüfft und wusste gar nicht, ob das jetzt ernst gemeint ist, aber doch, sie meinte es ernst. Sie erklärte mir, dass ihre Familie in 2 Wochen übers Wochenende nach Teneriffa fliegt und sie nicht so alleine sein will. Ich natürlich total voller Lust und Hoffnung, mitzukommen, also habe ich auf dem Weg zum Strand direkt meinen Vater angerufen, ob er mir das ganze erlauben würde und mir ein Formular von der Organisation ausfüllen würde, mit dem ich ohne meine Gastfamilie reisen darf. Er hat mir direkt ein OK gegeben und ich bin einfach nur ausgeflippt vor Freude!
Eine Woche später hatte dann eine Klassenkameradin Geburtstag und während wir im Zentrum in der Nacht umher gezogen sind, ist mir natürlich etwas ganz tolles passiert- ich habe meinen Personalausweis verloren. Bemerkt habe ich das ganze dann, als wir in eine Disko eintreten wollten und Ausweise kontrolliert wurden-tja, der Abend war für mich dann gelaufen. Eine Freundin hatte mich dann nach Hause gefahren mit der Hoffnung, dass er eventuell doch Zuhause sein könnte, aber nein, natürlich war er dort nicht. Also hieß es für mich am nächsten Tag erstmal ab zur Polizei.
Wir haben dann dort Anzeige aufgegeben und mir wurde gesagt, dass ich die kommenden Tage mal das deutsche Konsulat aufsuchen sollte, um mir eventuell dort einen neuen Ausweis zu beantragen, meinen Reisepass hatte ich ja Gott sei Dank noch.
Am kommenden Montag hatte ich zum Glück früher Schule aus und Laura ist mit mir dann zum Konsulat gefahren. Mir wurde dort letztendlich dann eine Kopie meines Reisepasses beglaubigt, weil einen neuen Perso zu beantragen eine Ewigkeit hier dauern würde.
Nunja, dann gings endlich los nach Teneriffa!
Am Flughafen hatte ich dann noch Lauras Tante und deren Familie aus Marbella kennen gelernt, die auch mitkommen sollten. Nach 3 Stunden Flug kamen wir dann sehr hungrig in Teneriffa an und sind erstmal ab zum McDonald's. Dann sind wir zum Hotel gefahren und haben unsere Zimmer bezogen und dann zu Abend gegessen.Laura und ich wollten dann mal das Nachtleben Teneriffas erkunden, leider hatten wir nicht so ganz damit gerechnet, dass im Norden Teneriffas, wo wir waren, davon nicht so viel existiert. Letzendlich sind wir in einem der drei winzigen Clubs Puerto de la Cruz's gelandet, wo wir glaub ich so ziemlich die einzigen spanisch sprechenden Personen im ganzen Club waren, sogar die Türsteher haben uns direkt auf Englisch angeredet. Generell sind dort so unglaublich viele Deutsche! Gefühlt 90% des Hotels waren deutsch. Wir sind dort letztendlich auch nicht lange geblieben, weil auch die Musik wirklich nicht gut war.
Zurück haben wir dann ein Taxi genommen und uns etwas mit dem Taxifahrer unterhalten, der dann meinte, uns einen kleinen Geheimtipp für die kommende Nacht zum feiern zeigen zu können. Wir kamen an einer kleinen Strandbar vorbei, die von außen relativ unscheinbar erschien. Er meinte, dass diese zwar recht früh schließt, aber dafür die ganzen Einheimischen herkämen.
Am nächsten Tag hieß es dann aber erstmal mit aller Kraft sich um 7 Uhr aus dem Bett zu quälen und zum Loro-Parque aufzubrechen, einem ziemlich bekannten Tierpark, der echt beeindruckend war!Der Fokus liegt dort hauptsächlich auf Meeressäugern wie Orkas, Delfinen etc. Danach waren wir aber echt ziemlich kaputt und haben uns erstmal ins Bett gehauen- und eine stolze 4-stündige Siesta gehalten :D Nach dem Abendessen haben wir uns dann tatsächlich mit der ganzen Familie die Hotel-"Disko" angetan- Der Altersdurchschnitt lag so ziemlich bei 80 Jahren und dementsprechend auch die Musik:D Aber ja, auch wir haben uns auf die Tanzfläche gewagt und sogar Applaus einkassiert.
Danach haben Laura und ich uns dann aufgemacht zu der Bar, die uns der Taxifahrer empfohlen hatte- und das war definitiv kein Fehler! Die Bar war im Freien und echt cool gemacht mit einer sehr großen Tanzfläche, nur leider war es natürlich eine Party unserer Lieblings-Musik - Tecno. Wir hatten aber trotzdem unseren Spaß!
Sonntags sind wir dann zum größten Aquapark Europas gefahren und auch, wenn es nur knappe 23 Grad hatte, hat es sich echt gelohnt! Wer mal auf Teneriffa ist, muss unbedingt zum Siam-Park!
Am Abend haben wir uns dann nur noch eine Flamenco-Show des Hotels angeschaut und sind dann schlafen gegangen, weil wir wieder ziemlich müde waren.
Den letzten Tag sind wir dann zum Vulkan "Teide" gefahren, was aber ehrlich gesagt nicht sonderlich interessant war, da es außer einem Berg und Basaltstein nicht viel zu sehen gibt und man zum Krater eine Treppe nehmen muss, die einen bestimmt gut 2h kostet. Zu guter Letzt sind wir dann noch in ein Einkaufszentrum und mussten dann auch schon zum Flughafen, um nach Hause zu fliegen. Insgesamt war es aber wirklich cool und mich hat es mega gefreut, mal mit einer spanischen Familie in den Urlaub zu fahren!
Danach ging der Alltag eigentlich ganz normal weiter. Dass zwischendurch meine Halbzeit hier vorüber ging, habe ich ehrlich gesagt gar nicht bemerkt. Und ich wiederhole mich nochmal- unterschätzt den spanischen Winter nicht! Auch wenn es hier nicht so kalt wird- es kommt einem deutlich kälter vor, als es ist! In meinem Zimmer konnte ich keine 5 min sitzen, ohne mich in meine Decke einzumummeln und dann in meinem Kuschel-Wollpulli zu schlafen. Dazu geht hier öfter mal echt ein eklig-kalter Wind, der vor allem nachts beim Ausgehen echt sehr unangenehm sein kann.
Letzte Woche begann dann die Semana Blanca, eine Woche Ferien nur für Málaga, die mit Lauras Geburtstag eingeleitet wurde und wir haben denke ich ziemlich ordentlich gefeiert! Darauf folgten aber dann wieder 2 Tage, an denen ich wirklich nichts gemacht habe und mich mal wieder das nette Heimweh geplagt hat. Am Dienstag stand ich dann aber früh auf mit voller Vorfreude auf den Granada-Trip, den mein Gastvater mit mir und 2 anderen Austauschschülern geplant hatte (Apropos, das hatte ich noch gar nicht erwähnt- Ich habe einen neuen, zusätzlichen Gastbruder! Ein Deutscher, der mit seiner Gastfamilie nicht klar kam. Da er allerdings in der zweiten Wohnung meiner Gastfamilie schläft, die zwei Etagen unter der Eigenen liegt, sehe ich ihn nicht sehr oft). Spontan hatte dann mein Gastbruder sich dann aber krank gemeldet und wir konnten nicht fahren, weil mein Gastvater meinte, dass er mindestens 3 Teilnehmer braucht. Da ich und die Finnin in Málaga aber trotzdem Lust hatten, etwas zu unternehmen, haben wir spontan einen Bus nach Nerja, einem kleinen Küstendorf Málagas genommen. Und ich muss sagen, ich liebe Nerja! Es ist sehr klein, aber wirklich typisch andalusisch mit weißen Gebäuden und wunderschönen Strandbuchten und es hat sich definitiv gelohnt.
Die kommenden Nächte war ich dann mit Freunden unterwegs zum Abendessen, Billiard spielen oder Batidos(Milchshakes) trinken in einer Tetería. Am Freitag kam uns dann aber Max, ein Austauschschüler aus Cádiz besuchen und verbrachte das Wochenende mit Nicole und mir und wir unternahmen viele Sachen, wie z.B. ins benachbarte Dorf Benalmádena zu fahren.
Dann waren die Ferien aber auch schon vorbei und der Alltag pendelt sich wieder ein. Allerdings wird es jetzt wieder wärmer und ich war die letzten beiden Tage am Strand!
Außerdem war ich gestern in einer anderen Tanzschule um mich dort über Contemporary zu informiern, da ich zusätzlich zum Ballett gerne noch einen anderen Tanzstil ausprobieren würde. Jetzt habe ich am Montag meine erste Probestunde- ich bin sehr gespannt! :)
Hasta luego, Kathi


Mittwoch, 13. Januar 2016

Weihnachtsferien

Hola mis amigos,
Ja, jetzt ist es endlich mal soweit und ich schreibe meinen angekündigten Post über meine Weihnachtsferien. Es ist unglaublich viel passiert und es gab viele viele erste Male und allgemein viel neues, deswegen bereitet euch auf einen langen Post vor.


Ja, wo fang ich an?
Vielleicht noch kurz vor den Ferien.
Eine Woche davor hatte meine Klasse ein Abendessen mit der Klasse in einem Restaurant organisiert und danach wollten wir alle zusammen feiern gehen. Das Essen in diesem Restaurant war wahrhaftig monströs, wir haben eine große Pizza für 5 Mädchen bestellt und haben sie nicht ganz geschafft!!! Danach sind wir dann ins Zentrum gezogen und haben in der nächstgelegenen Diskothek die Nacht durchgefeiert. Es war an sich ein sehr lustiger Abend und es kamen auch einige Klassenkameraden, die die Klasse bereits verlassen hatten, auch wenn so manche Dinge vorgefallen sind, mit denen keiner gerechnet hätte :D Ich habe die Nacht dann bei einer Freundin verbracht, wobei ich nicht wirklich schlafen konnte. Ich war nämlich vorher schon erkältet und das ganze hatte mir dann den Rest gegeben. Mir ging es richtig schlecht und auch, wenn ich kein Fieber hatte, entschied ich, zum Arzt zu gehen, da ich meinte, Eiter auf meinen Mandeln zu sehen.
Also das erste Mal ab zu einem spanischen Arzt.
Der hat mir dann ein Antibiotikum verschrieben und ein paar Tage danach ging es mir dann auch schon besser, aber nie wirklich gut.
Dann kam erstmal etwas sehr besonderes für mich: Meine erste Ballettaufführung hier. Wir haben "Ratatouille" getanzt und ich war ein Teller, was nicht sonderlich spannend klingt, aber immerhin hatte ich ein wunderschönes, weißes Tütü und es war ein tolles Erlebnis, das erste Mal auf einer spanischen Bühne zu tanzen! :)
Dann kam auch schon bald eines der wichtigsten Events des Jahres- das spanische Weihnachten.


Am 24.12. sind wir vormittags losgezogen nach Córdoba, da meine Gastfamilie ursprünglich aus Córdoba kommt und dort den Großteil der Familie hat. Am Rande möchte ich erwähnen, dass Nicole über die Ferien nach Hause geflogen ist, dementsprechend war ich alleine mit meiner Familie. Wir sind dann zuerst im Burgerking essen gegangen und haben uns dort mit der Cousine meiner Gastgeschwister getroffen und sind dann ins Haus der Oma, wo wir dann auch geblieben sind, bis der Rest der Familie eingetrudelt ist. Was ich total toll fand, war, dass in Córdoba fast jeder eine Heizung unter dem Esstisch hat und wenn man die Tischdecke sich über die Beine legt, werden die Beine gewärmt. Kann man in Córdoba echt gebrauchen, weil es dort schon ziemlich kalt wird. Als dann alle Familienmitglieder eingetroffen waren, ging es dann los mit dem Essen. Es gab erst viele kleinere Sachen wie Serrano- Schinken, Käse und Baguette, dann Sachen wie Meeresfrüchte, Fleisch mit Pilzen und Lachskuchen und viele andere exotische Dinge, die nicht unbedingt alle etwas für mich waren, aber es gab auch sehr leckere Sachen!
Ich muss aber sagen, dass ich mich an dem Abend sehr alleine gefühlt habe. Es gab niemanden in meinem Alter und keiner hat sich wirklich richtig mit mir unterhalten, es wurde viel über Dinge geredet, bei denen ich nicht mitreden konnte. Das hat dann schon etwas Heimweh verursacht.
Um Mitternacht wurde dann Flamencomusik angemacht und alle haben nacheinander getanzt, und ja- auch ich! :D Ich verstehe zwar absolut nichts von Flamenco, habe aber einfach irgendwie improvisiert.
Bevor meine Gastschwester Helena und ich dann ins Haus der Tante und dem Onkel sind, um dort zu übernachten, haben wir noch einen Abstecher bei der Tante des Onkels gemacht, was sehr lustig war, weil dort eine Frau zu Gast war, die mal ein Jahr in Deutschland gelebt hat und wir haben dann einen Mischmasch aus Spanisch und Deutsch geredet.
Am nächsten Tag sind wir relativ früh aufgestanden und in einer Markthalle etwas trinken gegangen und danach ging es weiter in ein Restaurant, wo dann noch der andere Teil der Familie kam, der in Málaga wohnt. Wir haben wieder viele córdobesische Spezialitäten gegessen, die mir großteils auch gut geschmeckt haben. Danach sind wir zu einer Kartbahn gefrahren und alle Kinder (ich zählte als Kind) durften sich eine Runde battlen- ich wurde tatsächlich von den kleinen Jungs geschlagen, Mist aber auch! :D Direkt danach wurden dann die Geschenke von Papa Noel verteilt, weil einige der kleinen Kids an ihn glauben und es in der Vornacht nicht möglich war, die Geschenke zu bringen, ohne dass sie sehen, dass es die Eltern sind, die sie bringen. Mir wurden Ohrringe und ein Nagellack geschenkt und eben die Kartfahrt bezahlt. Dann zur Abrundung sind wir auch noch eine Runde Schlittschuh gelaufen, aber wieder nur die Kinder. Anschließend wurde sich wieder im Burgerking gestärkt und zu guter Letzt ging es ins Haus der anderen Oma, wo wir noch ein paar spanische Süßigkeiten, wie z.B. Turron verzehrt haben. Spät in der Nacht ging es dann zurück nach Málaga.
Wie schon gesagt, auch wenn es wirklich sehr interessant war, das spanische Weihnachten live mitzuerleben, habe ich mich sehr einsam gefühlt. Ich kam mir einfach nicht wie ein Teil der Familie vor und habe es unheimlich vermisst, meine Familienmitglieder zu umarmen und einfach mit ihnen zu sein. Den Tag nach der Ankunft in Málaga ging es mir dementsprechend sehr schlecht. Ich habe viel geweint, hatte unglaubliches Heimweh und wollte einfach nur eine Umarmung meiner richtigen Mami. Außerdem haben mir die Ferien Angst gemacht, da ich wusste, dass ich nicht jeden tag etwas unternehmen könnte und viel Zuhause sein würde und dementsprechend viel nachdenken würde, was Heimweh ja nicht gerade lindert. Und Nicole war ja auch nicht da... 

Ich habe an diesem Abend dann viel mit Laura geschrieben, die mich wirklich aufgebaut hat und meinte: "Morgen unternehmen wir was, dass du nicht so alleine bist!". Ich war dafür wirklich so dankbar und letztendlich habe ich doch extrem viel mit den Mädels unternommen, egal ob Fiesta, Pizza essen, shoppen gehen, in einer Tetería Crepes essen, Kino oder einfach nur in eine Bar um etwas zu trinken, langweilig wurde es dann gott sei dank doch nicht.
Leider wurde ich dabei durchgehend von meiner Krankheit begleitet, die keine Ruhe geben wollte. Nachdem ich das Antibiotikum zu Ende genommen hatte, ging es nämlich gerade wieder von vorne los. Also bin ich wieder zum Arzt und habe noch einmal das gleiche Antibiotikum verschrieben bekommen, nur diesmal ein wenig stärker, was ich schon von der Idee her als ziemlich sinnlos empfand und es sich auch als sinnlos erwiesen hatte. Den einzigen Effekt, den ich dadurch hatte, waren Magenprobleme. Da ich aber keine Lust hatte, nochmal zum Arzt zu gehen, kämpfe ich nun immernoch damit. Mir geht es schon sehr viel besser, aber fit bin ich leider noch nicht. Naja...


Dann kam noch ein sehr großes Event, was ich so schnell auch nicht vergessen werde: Das spanische Silvester, genannt "Nochevieja".
Da ich geplant hatte, mit Laura und ihren Freundinnen nach Mitternacht feiern zu gehen, hat mir meine Gastmutter angeboten, dass ich wenn ich möchte in Lauras Zuhause zu Abend essen darf, da es für mich einfacher sei, womit sie Recht hatte. Also habe ich mit Lauras Familie gegessen, was echt toll war. Ihre Familie ist sooo lieb und es gab so viele leckere Sachen!
Um 12 Uhr ging dann die Glocke in Madrid los- sprich eine Glocke in Madrid tut 12 Schläge, die im Fernsehen übertragen wird, und bei jedem Schlag wird eine Traube gegessen. Ich habe tatsächlich alle 12 geschafft, auch wenn es nicht einfach war! :D Danach haben wir uns fertig gemacht, womit wir länger gebraucht haben, als geplant, letztendlich sind wir um 3 erst in der Disko gewesen, haha.
Wir haben dann bis 7:30 durchgefeiert und sind dann in eine Bar Churros frühstücken gegangen, bevor wir uns dann ins Bett geschmissen und bis 6 Uhr Abends durchgeschlafen haben :D Es war aber definitiv unvergleichlich!
Ansonsten feiert man hier noch in der Nacht von den 5. auf 6. Januar la Noche de Reyes, sprich die Heiligen Drei Könige. Hier werden dann nämlich auch nochmal Geschenke gebracht. Abends am 5. bin ich mit meiner Familie ins Stadtzentrum und wir haben uns den Umzug der heiligen drei Könige angeguckt, wenn ich auch durch die Menschenmassen leider nicht viel gesehen habe und sind dann Churros essen gegangen. Am nächsten Morgen lagen dann im Esszimmer die Geschenke, mir wurde eine Spanien- Tasse und ein paar Süßigkeiten geschenkt.
Dann waren die Ferien leider auch schon wieder vorbei. Insgesamt hatte ich doch eine tolle Zeit, vorallem, weil ich mich mittlerweile wirklich fühle, wie als sei ich in einem Freundeskreis aufgenommen worden. Außerdem ist das Spanisch mittlerweile wirklich kaum noch ein Problem!


Und zur Abrundung mal wieder Fotos:


Platos!

Mit meinen "Cousins" an Weihnachten

Córdobesische Spezialitäten


Spanische Weihnachtssüßigkeiten

Mit ein paar Leuten der Klasse

Nochevieja <3


Abendessen in Nochevieja

Kinooo

Umzug der heiligen drei Könige




Hasta luego,
Kathi





Samstag, 26. Dezember 2015

10 Regeln für eine spanische Fiesta

Hola meine Freunde,
Bevor mein großer Weihnachts-Post kommt, mal ein kleiner Einschub mit einem Thema, was ich dachte, könnte für euch vielleicht ganz unterhaltsam sein:


Ihr  wollt eine spanische Fiesta besuchen? Dann solltet ihr euch definitiv an diese 10 Faustregeln halten!( Ps: diese Regeln beziehen sich nur auf Mädchen :P)


1. Ohne Absatzschuhe auf eine Fiesta? Absolutes NO-GO. In flachen Schuhen in eine Diskothek einzutreten geht GAR NICHT. Es gibt sogar Clubs, die dich ohne Absätze gar nicht rein lassen. Mein Tipp: Zieht euch Schuhe mit nur halbhohen Absätzen an oder mit viel Plateau und einem breiten, stabilen Absatz, der die Schuhe bequemer macht. Wirklich hohe Schuhe solltet ihr nur tragen, wenn ihr in der Lounge Plätze reserviert habt, dann könnt ihr euch nämlich eine große Tasche mit Wechselschuhen mitnehmen und die Tasche auf der gemieteten Bank abstellen und euch außerdem ab und zu hinsetzen. Sonst haltet ihr die Nacht nämlich nicht durch!


2. Informiert euch vorher, in welchem Club welche Party stattfindet ( gilt aber eigentlich auch für Deutschland) und informiert euch, welche davon cool sind und über die Musik und ob auf diese Party normalerweise viele Leute kommen. Es gibt nämlich Partys, die so beliebt sind, dass man ohne Reservierung im VIP-Bereich nicht hingehen sollte, weil man sonst von den Menschenmassen erdrückt wird, macht nicht so viel Spaß!


3. Informiert euch über die Eintrittspreise, viele Diskotheken bieten für recht kleines Geld Eintritt und ein oder mehrere Getränke an und Mädchen kommen auch oft komplett gratis rein. In vielen aber auch nur, wenn man in der Liste eingetragen ist, dazu mehr im folgenden Punkt!


4. Fast jede Disko hier hat eine Liste, durch die man bis eine bestimmte Uhrzeit( meistens ist das 1 Uhr Nachts) gratis eintreten kann oder einen billigeren Tarif mit einigen Getränken inklusive bekommt. Dementsprechend sollte man sich immer vorher in der Liste eintragen lassen! Dazu gebt ihr am besten in Instagram einen Hashtag mit dem Namen der Diskothek ein und sucht dann Leute, die einen Werbepost für die jeweilige Party gepostet haben mit deren Handynummer darunter. Dann könnt ihr dieser Person schreiben, wie viele Leute kommen und wie ihr heißt und diese Person trägt euch dann in die Liste ein. Wenn ihr dann in der Disko ankommt, muss die Person, die ihren Namen abgegeben hat, den Türsteher darauf ansprechen.


5.Aufpassen! In einigen Clubs kommt man durch die Liste oder auch einfach so zwar gratis hinein, aber keinen Stempel oder irgendetwas, was bescheinigt, dass ihr schon mal drin gewesen seid, ohne dafür bezahlt zu haben. Deshalb- wenn ihr kurz vor die Tür wollt, um Luft zu schnappen oder eine Zigarette zu rauchen, klärt vorher mit dem Türsteher ab, ob ihr danach auch wieder hinein könnt! Sonst müsst ihr nämlich den nächsten Eintritt bezahlen.


6. Vor 12 oder 1 Uhr braucht ihr gar nicht dort anzutanzen, da wird nämlich noch nichts los sein. Es sei denn, es ist eine sehr beliebte Fiesta oder der Gratiseintritt endet sehr früh.


7. Genauso seid ihr absolute Strangers, wenn ihr die Disko vor 5 Uhr morgens verlasst, es sei denn, die Party ist wirklich schlecht. Bis 6 oder 6:30 zu bleiben und danach eventuell noch einen Abstecher beim McDonald's zu machen ist hier völlig normal.


8. Ihr müsst auf die Toilette? Dann rechnet gar nicht erst damit, dass dort Klopapier existieren könnte! Wenn ihr keine Taschentücher dabei habt, fragt an der Bar nach einer Servierte  oder oft haben die Barkeeper auch Toilettenpapier hinter der Theke.


9. Ist zwar für einige Leute in Deutschland auch normal, aber Mädchen begleiten sich hier wirklich bis in die Toilettenkabine. Ist hier a) normal und b) schließen die Türen oft auch nicht richtig und einer sollte sie von innen zudrücken, damit sie nicht auffliegt. Und wenn die Schlange im Bad zu lang sein sollte, dann gehts auf die Straße^^ Ist hier wirklich nicht unüblich!


10. Zu guter Letzt: Mädels, hier dürft ihr durchaus etwas mehr von euch zeigen, als es in Deutschland üblich ist. Hier wirst du eher schräg angeschaut, wenn dein T-shirt bis zum Hals hochreicht. Spanierinnen wissen sich zu kleiden- lasst euch vorher ein bisschen zeigen, was man sich zum feiern hier so anzieht! Sonst werdet ihr euch definitiv underdressed vorkommen.


Und jetzt: DISFRUTA LA FIESTAA
Hasta luego,
Kathi




Donnerstag, 10. Dezember 2015

Andalusische Expressionen

Buenas noches,
Grade sitze ich auf meinem Bett, sollte eigentlich für ein Examen lernen und auch schon sehr bald schlafen, aber zu keinem von Beiden habe ich gerade Lust, deswegen dachte ich schreib ich mal wieder.
Ich dachte ich erkläre mal ein paar spanische/andalusische Redewendungen, was davon in ganz Spanien und was davon nur in Andalusien oder sogar nur in Málaga gesagt wird, kann ich euch leider nicht genau unterscheiden, sorry!:


1. Grade im Bereich der 15-17 Jährigen wird gefühlt in jedem Satz ein "En plaaan..." eingebaut, wenn zb. etwas erzählt oder erklärt wird und das heißt so viel wie "im Prinzip" oder so, ist gar nicht so einfach zu übersetzen, wie viele andere Ausdrücke auch


2. Seltenst spricht man seine Freunde mit dem Vornamen an, höchstens wenn man unter mehreren Leuten ist und eine spezielle Person ruft. Ansonsten nennt man seine Freunde "Nena/Nene", "Cariño", "Niña/Niño" oder "Tía/Tío". Letzteres heißt eigentlich "Tante/Onkel", wird aber eigentlich fast wie in Deutschland der Vorname verwendet und wirklich seeeehr sehr viel benutzt, es wird gefühlt vor oder nach jeden Satz gepackt und dabei wird sich auch nicht immer an die männlich-weiblich- Regel gehalten, viele Mädchen verwenden auch untereinander "Tío!"


3. Telefongespräche sind hier grundsätzlich sehr anders aufgebaut, als Deutscher könnte man es schon fast als unfreundlich bezeichnen, haha :D Gegrüßt wird NIE mit Namen, ruft jemand an, bei dem man nicht weiß, wer es ist, sagt man "Diga" oder "Digame", was noch so die höflichste Form ist. Unter Freunden ist es dann entweder ein "Dime" (Soviel "Sag mir, was du sagen willst" oder "Sprich!"), ein "Sí" oder wenn es wirklich gute Freunde sind, die nicht sauer sind, wenn man sie nicht herzlich begrüßt, kann es auch schonmal ein " Queeeee?"( "Waaaaas?") sein :D
Darauf folgt dann von der anrufenden Person ein "Oye", was mehr oder weniger eine verkürzte Form von "Escuchame" darstellt, was übersetzt heißt "Hör zu!".
Ist das Telefonat dann beendet, sagt die letzte Person, die spricht, meistens " Veeeenga, hasta luego!". Bedeutet so viel wie "Auf geehts, bis bald!". Warum das "Venga" jetzt unbedingt sein muss, weiß ich nicht, aber naja :D


4.  "Pechá" =" Mucho", sprich eine andere Übersetzung für "Viel"


5. " Ven aquí"(Komm her!") --> Ven aca paca


6. "Paquete" hat viele Bedeutungen. Einmal natürlich "ein Paket", andererseits nennt man aber auch so eine Person, die ungeschickt ist oder schlecht geparkt hat :D


7. "Paso del tema"/ " Me la pela"/ "Me la trae al pairo"- Interessiert mich nicht!


8. "Qué fuerte!"- Oh mein Gott! (Würde übersetzt eigentlich heißen: "Wie feste!")


9. "Nikelao" = "Perfecto"


10. "Tienes horchata en el sangre!"- Haha ja, das bedeutet so viel wie: " Du bist stinkfaul", "Horchata" ist aber eigentlich ein sehr dickflüssiges Mandelgetränk, weshalb es übersetzt heißen würde, dass dieses Getränk einem durch die Adern fließt :D

11. "Qué va!" = "No!", allerdings in einer etwas empörteren Form, soviel wie "Als ob!"


12. Zu guter Letzt: "Por la cara". Diese Expression kann ich leider nicht erklären, weil ich dessen Verwendung selber nicht checke :D Übersetzt würde es heißen "Für das Gesicht" und wird auch sehr sehr viel verwendet, aber wann genau die Verwendung passt... keine Ahnung :D Sehr merkwürdig.

UPDATE: Ok, ich hab "Por la cara" jetzt verstanden :D Das verwendet man, wenn irgendwas keinen Sinn macht, also z.b. wenn die Schule ohne verständlichen Grund ausfällt, ist das "Por la cara" oder so ähnlich.


13: "Chungo"="Mal"= Schlecht


14: "Me meo!" hat zwei Bedeutungen: Einmal: Ich mach mir in die Hose, sprich ich muss aufs Klo, oder ich find das ganze so lustig, dass ich mir vor Lachen gleich in die Hose mache, also wenn etwas sozusagen zum Schreien ist ;)

Hasta luego,
Kathi



Dienstag, 8. Dezember 2015

CUMPLEAÑOS #19

Holi Holaaa,
Endlich ist es soweit und ich bin ganze 19 Jahre alt, wuhuu!
Zeit, euch ein bisschen von meinem Wochenende zu erzählen, immerhin war es mein erster und wahrscheinlich auch letzter Geburtstag in Spanien!
Und ich hatte sogar das Glück, dass es ein verlängertes Wochenende war, Montag und Dienstag war hier nämlich Feiertag B).
Donnerstag,ein Tag vor meinem Geburtstag, bin ich bis 12 Uhr wach geblieben, weil ich von vielerlei Seiten dazu gedrängt wurde, so früh wie möglich meine ganzen Päckchen zu öffnen, die ich geschickt bekommen habe, dafür nochmal einen ganz herzlichen Dank an alle, die mir diese Freude bereiten wollten! Dazu muss ich euch auch noch eine lustige Geschichte erzählen, in dem Paket meiner Eltern war nämlich ein Päckchen mit einem Eierkocher drauf und ich dachte, meine Eltern hätten mir einen Eierkocher geschenkt. Das muss ich zugeben hat mich schon leicht irritiert, ich mag zwar Eier, aber jetzt auch nicht soo sehr und ich wusste nicht so ganz, was ich damit soll, aber ich dachte mir gut, ist bestimmt lieb gemeint. Als ich dann einen Tag später mit meiner Mutter telefoniert habe, hat sie mich nach einem Geschenk gefragt, was ich noch gar nicht gesehen hatte und dann meinte sie, das sei extra verpackt gewesen, bis ich festgestellt habe, dass in der Packung des Eierkochers andere Sachen drin waren, es war lediglich der Karton eines Eierkochers :D wir haben sooo gelacht!
Am Tag meines Geburtstags bin ich ganz normal in die Schule gegangen und habe dann in der Schule spontan ausgemacht, dass ich mit Laura zusammen Kleider für Nochevieja (Silvester) gucken gehen würde, da wir aber in ein Einkaufszentrum außerhalb wollten, wurde das alles ein bisschen stressig, ich habe in Windeseile Mittag gegessen, bin dann in den nächsten Bus zum Zentrum gestiegen, dort dann in den Bus zu ihrem Wohnviertel und an der Bushaltestelle haben mich dann Laura und ihre Mutter abgeholt und wir sind direkt losgefahren zum "Plaza Mayor", ich glaube so ziemlich das größte Einkaufzentrum in Málaga (gut, außer dem Corte Ingles vielleicht, aber da sind eher die teureren Sachen) und echt cool gemacht, das ist nicht so ein großer Block sondern eher wie eine kleine Einkaufsstraße und die Gebäude ähneln so ein bisschen einem Schloss. Letztendlich habe ich im Zara einen echt schönen Overall gefunden, den es leider nicht in meiner Größe gab, deswegen muss ich ihn mir wohl bestellen :( Danach sind wir dann noch spontan kurz zu Lauras Oma gefahren, die wirklich sehr sehr nett ist, allgemein sind mir spanische Familien einfach so sympathisch, alle sind sooo herzlich!
Am Abend bin ich dann mit dem Bus zurück gefahren, weil ich einen Tisch in einem italienischen Restaurant bestellt hatte, um meine Familie zum Geburtstags-Essen einzuladen, sowie Shira, die amerikanische Austauschschülerin, die zu meiner Feier am folgenden Tag mit meinen Freundinnen leider nicht kommen konnte. Wir hatten einen sehr schönen Abend mit sehr leckerem Essen und danach war ich noch ein wenig mit Nicole und Shira spazieren und ein Mal mehr die wunderschönen Stadtlichter Málagas bewundern.
Samstag war ich am Vormittag joggen und am Nachmittag mit Shira und Nicole ein weiteres Mal in der Stadt, um zu schauen, ob es vielleicht dort meinen Overall gibt (aber nein...) und weil Shira nach Geschenken für ihre Gastfamilie gucken wollte, da sie nächste Woche leider schon nach Hause fliegt :(
Abends hieß es dann sich rauszuputzen- Ich hatte nämlich Plätze in der VIP-Lounge einem Club für alle meine Freunde reserviert! Mit etwas Verspätung trafen wir dann dort auch alle ein und ich hatte einen unvergesslichen Abend, die Mädels haben uns (Ich habe mit 2 anderen Mädchen zusammen gefeiert) eine riiiiiesige Palmera organisiert ( Eine sehr typisch spanische "Torte", bestehend aus Blätterteig mit Schokolade überzogen in Herzform) und jedem von uns ein Krönchen und einen Banner zum umhängen mit "Feliz Cumpleaños" geschenkt und dann haben wir bis 6:30 durchgefeiert, alle waren gut drauf und es war wirklich wirklich toll!
Danke nochmal an alle, die mit mir gefeiert haben und alle, die auch nur in irgendeiner Form mir gratuliert oder an mich gedacht haben, ihr glaubt nicht, wie froh ich bin, euch zu haben!
Sonntag hieß es dann erstmal ausruhen und ich dachte, dass ich am folgenden Abend mal ausspannen würde, bis mir Laura gesagt hat, dass sie Gutscheine in einer ganz neuen Bar in Torremolinos haben und ob ich nicht mitkommen möchte und irgendwie konnte ich dann doch nicht nein sagen.
Letztendlich sind wir dort aber nicht sehr lange geblieben, weil der Altersdurchschnitt doch sehr hoch war und auch eher für gehobenere Personen, also sind wir spontan weiter gezogen zu unserer Stammdisko und haben dort den Abend ausklingen lassen. Ich muss sagen, dass ich mich langsam wirklich immer besser mit Lauras Freundinnen verstehe und ich mich immer weniger wie ein Anhängsel fühle, sondern langsam wirklich integriert und das freut mich sehr :)
Ich habe dann bei Laura übernachtet und am Nachmittag bin ich dann nach Hause gefahren, wo gerade wieder die befreundete Familie aus Córdoba zu Gast war. Wir sind am Abend dann gemeinsam mit ihnen Churros essen gegangen und haben dann alle zusammen vorm Fernseher gesessen und einfach die gemeinsame Zeit genossen. Heute war dann auch erstmal Ausschlafen und Essen angesagt und am Nachmittag war ich dann noch mit meinen Geschwistern und den Kindern der befreundeten Familie am Strand.
Insgesamt war es ein echt schönes, verlängertes Wochenende ohne jegliche Tiefs und ich hoffe, dass sich das weiterhin fortsetzt!


Con la familia <3

Samstaag!



Palmera

Hasta luego,
Kathi